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Germany Press Conference & Training - FIFA Women's World Cup 2015
Silvia Neid verkörpert den deutschen Frauen-Fußball wie keine andere - jetzt geht sie in ihre letzte WM © Getty Images

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bekommt es zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Kanada mit dem vermeintlich leichtesten Gegner der Vorrunde zu tun. 

Im ersten Spiel auf der Mission zum dritten Titel trifft die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid auf den krassen Außenseiter Elfenbeinküste (22 Uhr im LIVETICKER).

Nach dem Videostudium der laut Weltrangliste schlechtesten Nation bei der Endrunde (Nummer 67) warnte Co-Trainerin Ulrike Ballweg jedoch: "Sie sind sehr athletisch, zweikampfstark, und wir haben Stärken in der Offensive gesehen. Das wird kein Spaziergang." Auch Mittelfeldspielerin Melanie Behringer betonte: "Wir müssen volle Power reingehen."

DFB-Team arrangiert sich mit Kunstrasen

Dabei soll auch der ungewohnte Kunstrasen kein Problem darstellen.

Auf drei verschiedenen Trainingsplätzen trainierte die DFB-Auswahl vor dem Startschuss im 24.000 Zuschauer fassenden Landsdowne Stadium und kam auf dem mit viel schwarzem Granulat ausgelegten Geläuf gut zurecht.

Nur Dzsenifer Marozsan hatte Pech, knickte am Mittwoch bei einem Torschuss mit dem Standbein um und erlitt eine Bänderdehnung im linken Sprunggelenk. Ein Einsatz der 23 Jahre alten Edeltechnikerin beim WM-Auftakt ist daher fraglich.

Schon im Vorfeld des Turniers musste das DFB-Team zahlreiche Ausfälle hinnehmen.

Dem Team habe es bei allem Verletzungspech aber gutgetan, "dass wir in den vergangenen beiden Jahren kein Länderspiel mit derselben Besetzung beginnen konnten. Denn die Mannschaft hat dadurch gelernt. Jede Einzelne weiß, dass wir eine unheimliche Qualität im Kader oder auf der Bank haben, und das kann für uns bei dieser WM ein Vorteil sein", sagte Neid, die in Kanada unter anderem auf Weltfußballerin Nadine Keßler verzichten muss, im SZ-Interview.

Finanzieller Ansporn groß wie nie

Bei der ersten WM mit 24 Teams, die erstmals komplett auf Kunstrasen ausgespielt wird, lange im Turnier zu bleiben, ist für die Spielerinnen auch finanziell lukrativ.

Nach den Verhandlungen des Spielerinnen-Rates Angerer, Celia Sasic, Annike Krahn und Almuth Schult mit der DFB-Geschäftsführung gibt es 65.000 Euro für den WM-Sieg, 55.000 für den Finaleinzug und 45.000 für den dritten Platz. 10.000 Euro sind jeweils anteilig für die Olympia-Qualifikation gedacht. Für das Rio-Ticket muss es Deutschland in Kanada unter die Top 3 Europas schaffen. Bei Erreichen des Halbfinales winken 30.000 Euro (40.000 bei Olympia-Quali), im Viertel- und Achtelfinale jeweils 10.000 weniger.

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