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Silvia Neid Pressekonferenz
Sylvia Neid ist noch bis Olympia 2016 Nationaltrainerin © Getty Images

Bundestrainerin Silvia Neid hat gelassen auf die Kritik an ihrer WM-Taktik reagiert und die Verantwortlichen im deutschen Frauenfußball zur Einigkeit aufgerufen.

"Durch die Halbfinal-Teilnahme und die Olympia-Qualifikation haben wir unsere Ziele erreicht. Es ist dennoch normal, dass ich kritisiert und hinterfragt werde. Das ist nichts Neues", äußerte die Trainerin nach der Ankunft der deutschen Mannschaft am Montag in Frankfurt/Main:

"Wir sollten alle an der Sache arbeiten und den Frauenfußball weiterentwickeln. Und wir sollten nicht vergessen, dass wir alle in einem Boot sitzen."

Mehrere Bundesliga-Trainer hatten Neid nach dem Halbfinal-Aus bei der WM-Endrunde in Kanada gegen den späteren Weltmeister USA (0:2) und bereits vor der Niederlage im Spiel um Platz drei gegen England (0:1 n.V.) heftig kritisiert.

Colin Bell vom Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt, Neids "Intimfeind" Bernd Schröder von Turbine Potsdam und auch Welttrainer Ralf Kellermann (VfL Wolfsburg) hatten der Bundestrainerin, die in ihrer Amtszeit bereits einen WM-Triumph und zwei EM-Titel gefeiert hat, unter anderem mangelnde taktische Flexibilität vorgeworfen.

"Wenn ich Vierter werde, ist es die klare Logik zu sagen, dass ich Fehler gemacht habe. Oder die Spielerinnen waren nicht gut genug. Das lasse ich aber so nicht stehen", hatte sich Schröder bei SPORT1 geäußert.

Neid relativierte am Montag ihre Aussage, wonach die Spielerinnen zu Beginn der Vorbereitung "in einem katastrophalen Zustand" zu ihr gekommen seien. "Damit habe ich keine Trainer angegriffen. Das liegt nicht in meiner Natur", sagte die 51-Jährige:

"Es war eben so, dass die zehn Tage Vorbereitung zum größten Teil der Regeneration dienten. Mir wäre eine WM im August am liebsten, dann wären die Spielerinnen ausgeruht."

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