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USA v Japan: Final - FIFA Women's World Cup 2015
Carli Lloyd (Mitte) gelang im Finale ein Dreierpack. © Getty Images

Im torreichsten Finale in der WM-Geschichte sticht die Kapitänin der US-Girls heraus - und trifft von der Mittellinie. Auch Präsident Obama feiert das Team.

Der amerikanische Traum vom dritten Stern ist in Erfüllung gegangen: In einem historischen WM-Finale besiegten die US-Fußballerinnen angeführt von der überragenden Kapitänin Carli Lloyd Titelverteidiger Japan mit 5:2 (4:1).

Durch die mehr als gelungene Revanche für das Endspiel 2011 schwang sich der Olympiasieger mit dem dritten WM-Titel nach 1991 und 1999 zum Rekordweltmeister auf.

Lloyd schreibt Geschichte

Mittelfeldspielerin Lloyd erzielte beim torreichsten Finale der WM-Geschichte als erste Spielerin einen Dreierpack (3./5./16.) in einem WM-Endspiel.

Die weiteren US-Treffer legten Lauren Holiday (14.) und Tobin Heath (54.) nach, für die Nadeshiko trafen Yuki Ogimi vom VfL Wolfsburg (27.) sowie Julie Johnston (52.) per Eigentor. Vor vier Jahren hatten die USA das WM-Finale gegen Japan mit 1:3 im Elfmeterschießen verloren.

Obama lädt Team ein

Jetzt feierten die USA indes ihre Heldinnen.

"Welch ein Sieg für das Team USA! Große Leistung, Carli Lloyd! Ihr Land ist so stolz auf Sie. Kommen Sie bald mit dem Weltpokal ins Weiße Haus", twitterte Obama direkt nach
dem 5:2-Finalsieg gegen Japan.

Auch die gesammelte Sportprominenz der USA lobte die Fußballerinnen überschwänglich bei Twitter. NBA-Superstar Kobe Bryant beschrieb den Erfolg als "magisch", Golf-Superstar Tiger
Woods schrieb: "Ich habe es geliebt, beim Geschichteschreiben zuzuschauen. Das ist mit nichts vergleichbar. Go USA!"

Traumstart für US-Frauen

Vor 53.341 Zuschauern, fast ausschließlich frenetische US-Fans, gelang der Auswahl von Nationaltrainerin Jill Ellis in einer überaus unterhaltsamen Partie in Vancouver ein Traumstart.

Nach zwei Standardsituationen war beide Male Lloyd zur Stelle: Erst traf die 32-Jährige nach einer Ecke von Megan Rapinoe aus rund zehn Metern, dann schob sie nach einem Freistoß von Holiday aus kurzer Distanz ein.

Lloyd trifft von der Mittellinie

Nach einem Abwehrfehler von Azusa Iwashimizu eroberte Holiday den Ball, zog volley ab - und das Spiel war nach nicht einmal einer Viertelstunde entschieden. Nur zwei Minuten darauf krönte Lloyd ihre Gala-Vorstellung mit einem Traumtor: Von der Mittellinie hämmerte sie den Ball im hohem Bogen über die weit vor dem Tor postierte japanische Schlussfrau Ayumi Kaihori - und das BC Place Stadion explodierte förmlich.

Lloyd verkörpert die absolute Entschlossenheit wie keine andere  im US-Team.

"Ich habe alles getan, mein ganzes Leben solchen Momenten geopfert", sagte sie. Die frühere Weltfußballerin Wambach befand: "Carli hat diese WM für uns gewonnen."   

Japan stand völlig unter Schock und wusste überhaupt kein Mittel gegen die physische und spielerische Dominanz der US-Girls, die im Halbfinale den Titeltraum der deutschen Auswahl beendet hatten (0:2). Quasi aus dem Nichts spielten sich die Asiatinnen dann doch einmal in den Strafraum, wo Ogimi im Zentrum Johnston austanzte und dann in den linken Winkel einschoss.

USA mit viel Druck

Im zweiten Durchgang blieben die USA am Drücker, hatten aber Pech, als Johnston einen weiten Freistoß von Aya Miyama unglücklich ins eigene Tor köpfte. Doch die Antwort gegen die unaufmerksame japanische Abwehr kam postwendend: Nach einer flachen Hereingabe von Morgan Brian drückte Heath den Ball aus zentraler Position über die Linie.

Japan steckte nicht auf, war aber im Abschluss auch mit der eingewechselten Mana Iwabuchi vom deutschen Meister Bayern München zu harmlos.

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