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Silvia Neid wurde während der WM von Colin Bell und Bernd Schröder kritisiert
Silvia Neid wurde während der WM von Colin Bell und Bernd Schröder kritisiert © Getty Images

Bundestrainerin Silvia Neid findet klare Worte für die Kritik an ihrer taktischen Ausrichtung bei der WM. Im Männerfußball käme so etwas nicht vor, bemängelt sie.

Frauenfußball-Bundestrainerin Silvia Neid hat die Schelte durch einige Bundesliga-Trainer nach der WM-Enttäuschung in Kanada offenbar noch nicht verziehen.

"Ich bin seit zehn Jahren Bundestrainerin, ich weiß, dass ich mich in meinem Job Kritik zu stellen habe. Aber sich unter Kollegen öffentlich zu kritisieren, das ist schlecht, da gibt der Frauenfußball kein gutes Bild ab. Das ist im Männerfußball besser", sagte die 51-Jährige der Sport Bild (Mittwoch-Ausgabe).

Weiter führte Neid aus: "Gegen Joachim Löw gab es keine Kollegenschelte aus der Bundesliga, als es mal nicht so lief. Auch im Frauenfußball müssen wir begreifen, dass wir in einem Boot sitzen: Liga und Nationalmannschaft. Und dieses Boot ist nicht so groß und seetüchtig wie das der Männer. Umso wichtiger ist es, dass wir uns nicht öffentlich streiten. Ich gebe doch auch nicht über die Arbeit der Bundesliga-Trainer meinen Senf ab. Das würde ich nie tun."

Vor allem der Frankfurter Bundesliga-Coach Colin Bell hatte Neids taktische Ausrichtung harsch kritisiert.

Aber auch Potsdam-Trainer Bernd Schröder begleitete immer wieder die Arbeit der Bundestrainerin mit kritischen Untertönen.

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