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München - Das Remis gegen Twente in der Champions League reicht den Fußballerinnen des Rekordmeisters nicht zum Weiterkommen. Ein Strafstoß sorgt für Ärger bei den Münchnerinnen.

Enttäuschung pur: Die Fußball-Frauen des FC Bayern haben den Einzug ins Achtelfinale der UEFA Women's Champions League verpasst.

Im Rückspiel gegen FC Twente Enschede kamen die Münchnerinnen trotz zahlreicher Chancen in der Schlussphase nur zu einem 2:2 (1:1). Nach dem 1:1 im ersten Vergleich reichte das Remis nicht zum Weiterkommen.

Die Bayern gerieten durch Jill Jamie Roord (13.) und Maud Roetgering (56., Handelfmeter) zweimal in Rückstand.

Die Ausgleichstreffer durch ein Eigentor von Kristina Erman, die einen Schuss von  Lisa Evans (29.) nicht mehr von der Linie kratzen konnte, und Nationalspielerin Melanie Behringer (75., Foulelfmeter) waren zu wenig.

Zuletzt hatten die Bayern in der Saison 2009/'10 in der Königsklasse gespielt. Damals waren sie im Achtelfinale am französischen Klub HSC Monpellier gescheitert. 

Wöhrle: "Sieht doch ein Blinder!"

Trainer Thomas Wörle erzürnte vor allem der Strafstoß infolge eine Handspiels von Viktoria Schnaderbeck, den die Niederländerinnen zum zwischenzeitlichen 1:2 verwandelten.

"Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock, wo soll sie mit der Hand hin?", sagte der Bayern-Coach zu SPORT1, nachdem der Referee den Einsatz von Schnaderbeck als regelwidrig erachtet hatte. 

"Das ist schon krass, ein Spiel auf dem Niveau so zu entscheiden - das ist eine Frechheit", schimpfte Wörle weiter.

Für den Coach waren seine Schützlinge "in beiden Spielen die bessere Mannschaft". Allerdings trauerte Wörle den verpassten Chancen im Hinspiel in Enschede nach.

Martinez hofft vergebens 

Auch Spielführerin Behringer haderte bei SPORT1 mit dem Verlauf der Partie: "Am Ende war es ein Spiel auf ein Tor. Aber der Ball wollte halt nicht rein."

Da half es auch nicht, das im altehrwürdigen Grünwalder Stadion Bayern-Profi Javier Martinez die Daumen drückte.

Für den zweimaligen Titelträger Wolfsburg trafen Verena Faißt (30.) und Julia Simic (44.) noch vor der Pause. Lara Dickenmann (54. ) und Caroline Hansen (62.) erhöhten gegen die schwachen Serbinnen. Sogar ein weitaus höherer Sieg wäre möglich gewesen: Am Ende standen 19:0-Torschüsse für die Wolfsburgerinnen zu Buche.

Wolfsburg locker weiter

Dagegen qualifizierte sich Vizemeister VfL Wolfsburg souverän für die Runde der letzten 16. Der VfL siegte gegen den serbischen Titelträger ZFK Spartak Subotica verdient 4:0 (2:0).

Das Achtelfinale wird am 19. Oktober ausgelost.

Die "Wölfinnen" bestätigten damit ihren Aufwärtstrend. Bereits am Sonntag hatte das Team von Trainer Ralf Kellermann beim 2:0 in der Bundesliga gegen Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt ein Ausrufezeichen gesetzt.

Nach fünf Spieltagen liegt der VfL als Dritter drei Punkte hinter Tabellenführer München und zwei hinter den Frankfurterinnen.

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