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Trainer Bernd Schröder dirigiert das Spiel von Turbine Potsdam
Trainer Bernd Schröder befindet sich mit Turbine Potsdam im freien Fall © Getty Images

Der sechsmalige Frauenfußball-Meister Turbine Potsdam ist in seinem freien Fall auf einem Abstiegsplatz angekommen.

Das Team von Trainer-Urgestein Bernd Schröder verlor beim bisherigen Kellerkind Bayer Leverkusen unglücklich mit 0:1 (0:1) und kassierte im fünften Saisonspiel die vierte Niederlage.

"Jetzt stehen wir auf einem Abstiegsplatz, das ist natürlich eine Katastrophe, weil wir das nicht gewöhnt sind. Man hat es ja gesehen: Wenn wir Druck machen müssen, passieren Fehler", sagte Schröder und kritisierte: "Wenn man nicht aufs Tor schießt, können auch keine Tore fallen."

Turid Knaak (10.) traf vor 778 Zuschauern zu Leverkusens erstem Saisonsieg, mit vier Punkten liegt Bayer in der Tabelle nun vor Turbine (3). Weniger Zähler als Potsdam hat nur Schlusslicht 1. FC Köln (0) gesammelt. Potsdam war in Leverkusen zwar die bessere Mannschaft, verhinderte die dritte Niederlage in Folge ohne eigenes Tor jedoch nicht.

"Wenn man in einer Krise ist, fehlt auch das Selbstvertrauen. Wir hatten viel Ballbesitz, haben uns aber keine Chancen erspielt. Jetzt brauchen wir Führungsspielerinnen", sagte Turbines Kapitänin Lia Wälti bei Eurosport.

Schröder droht damit in seinem Abschiedsjahr die schlechteste Platzierung der Potsdamer Bundesliga-Geschichte. Nach drei ernüchternden Jahren ohne Titel hatte Turbine eigentlich den Angriff auf die Spitzenteams Bayern München, 1. FFC Frankfurt und VfL Wolfsburg geplant, die verletzungbedingten Ausfälle von Johanna Elsig und Jennifer Cramer warfen den zweimaligen Europacup-Sieger jedoch zurück.

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