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Anja Mittag
Anja Mittag spielt seit Sommer 2015 für Paris Saint-Germain © Getty Images

Nationalspielerin Anja Mittag vom französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain hat das erste Heimspiel ihrer Mannschaft nach den Anschlägen in der Hauptstadt mit einem "sehr bedrückenden Gefühl" erlebt.

"Es war eigentlich ein normales Heimspiel, aber man hat sich anders gefühlt", sagte die Stürmerin nach dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen KIF Örebro/Schweden (0:0).

Auch auf dem Spielfeld im Stade Charléty sei die Konzentration am Mittwochabend sehr schwergefallen.

"Man versucht, professionell zu sein und das auszublenden. Aber man hat das schon im Hinterkopf. Wenn man Sirenen hört, denkt man sofort daran. Man lässt sich schneller ablenken", sagte die 30-Jährige, aus deren Umfeld niemand unmittelbar von den Gewalttaten betroffen war. Eine Mitspielerin war aber im Stade de France beim Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland.

In ihrem sportlichen Alltag bekommt Mittag die verschärften Sicherheitsmaßnahmen zu spüren: "Seit dem Anschlag auf Charlie Hebdo war bei Auswärtsreisen schon immer ein Bodyguard dabei. Jetzt sind auch beim Training immer Bodyguards dabei. Einer von ihnen kontrolliert sogar die Autos, die auf das Gelände kommen."

Auch das Privatleben fühlt sich seit den Anschlägen am vergangenen Freitag anders an.

"Ich mache immer noch normale Sachen, gehe zum Einkaufen. Aber in die Innenstadt oder in große Shoppingcenter fahre ich jetzt eher nicht", berichtet die Europapokal-Rekordtorschützin (49 Treffer), die im Sommer nach Paris wechselte. Einen für Freitag geplanten Ausflug ins Disneyland hat sie ebenfalls abgesagt.

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