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FFC-Manager Siegfried Dietrich will die Vorwürfe aufklären
FFC-Manager Siegfried Dietrich will die Vorwürfe aufklären © Getty Images

Nach dem Einzug ins Halbfinale der Champions League ermittelt die UEFA gegen den 1. FFC Frankfurt. Im Raum stehen Rassismusvorwürfe.

Die UEFA ermittelt wegen Rassismusvorwürfen gegen den Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt.

Beim Viertelfinal-Rückspiel der Frauen-Königsklasse gegen den schwedischen Meister FC Rosengard (5:4 im Elfmeterschießen) am Mittwochabend soll es rassistische Sprechchöre gegen Rosengards Gaelle Enganamouit gegeben haben. Laut UEFA wird sich der Kontroll-, Ethik- und Disziplinarausschuss am 5. April mit den Vorfällen befassen.

Die Kamerunerin wurde im Stadion am Brentanobad bei jeder Ballberührung ausgepfiffen, nachdem sie unter anderem FFC-Torhüterin Anne-Kathrin Kremer gefoult hatte. "Wir werden uns das nochmal anschauen und der UEFA eine Stellungnahme abgeben. Ich gehe davon aus, dass wir das von unserer Seite aus aufklären können", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich:

"Aus meiner Sicht waren die Buh-Rufe und Pfiffe die Reaktion einiger Fans auf die unfaire Spielweise der Spielerin. Etwas anderes war auf der Haupttribüne nicht zu vernehmen."

Schiedsrichterin Carina Vitulano (Italien) hatte offenbar wegen der Buh-Rufe gegen die dunkelhäutige Spielerin kurz die Partie unterbrochen und forderte nach Rücksprache mit der UEFA-Delegierten am Spielfeldrand eine Fairplay-Durchsage, die der Stadionsprecher umsetzte.

Rosengards-Trainer Jack Majgaard Jensen schimpfte nach dem Spiel auf der Pressekonferenz: "Ich bin sehr enttäuscht über die Reaktion der Frankfurter Zuschauer und glücklich, dass ich Trainer des FC Rosengard und nicht Trainer des 1. FFC Frankfurt bin."

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