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RB Leipzig
RB Leipzig startet seit dieser Saison mit einer Frauenmannschaft in der Sachsenliga © Getty Images

Der Auftaktgegner der Fußballerinnen des RB Leipzig boykottiert kurzfristig das erste Spiel. Die geäußerte Kritik weckt Erinnerungen an die Anfänge von RB.

Der Einstieg von RB Leipzig in den Frauenfußball hat für viel Wirbel gesorgt - und Erinnerungen an die Anfänge des Bundesligisten in der Oberliga 2009 geweckt.

Mehrere Konkurrenten haben den Sächsischen Fußballverband (SBV) für die Einteilung des RB-Frauenteams in die Sachsenliga kritisiert. Vor dem ursprünglich für Sonntag geplanten ersten Ligaspiel kam es gar zum Eklat. RB-Gegner Bischofswerdaer FV boykottierte kurzfristig die Partie.

"Der Nichtantritt gegen die Frauenmannschaft von RB Leipzig richtet sich nicht gegen die Spielerinnen und auch nicht gegen den Verein", hieß es in einer entsprechenden Mitteilung auf der Vereinswebseite. Der Klub prangerte einen Verstoß gegen Respekt und Fairplay an.

Gegner wittert Wettbewerbsverzerrung

Hintergrund des Protests ist die Zusammensetzung der Mannschaft. "Die fast komplette Eingliederung von Spielerinnen mit Erst- und Zweitligaerfahrung in die Landesliga stellt eine Wettbewerbsverzerrung dar und entspricht in keiner Weise dem Gedanken des Fairplays", schrieb der Bischofswerdaer FV weiter.

Im Juni verkündete RB den Einstieg in den Frauenfußball und übernahm in diesem Zusammenhang Spielerinnen des finanziell angeschlagenen Zweitliga-Absteigers FFV Leipzig, sowie dessen Leistungszentrum.

Bedenken bei der Ligenzulassung

Um aber nicht in der untersten Spielklasse starten zu müssen, fusionierte RB mit dem Leipziger FC 07. Mit der Begründung, den Juniorinnen des Vereins einen angemessenen Wettbewerb zu ermöglichen, wurde der Antrag auf eine Zulassung in der Sachsenliga auf einer SFV-Sitzung genehmigt. Laut Leipziger Volkszeitung soll es aber bereits damals sportrechtliche Bedenken gegeben haben.

Der holprige Start der Fußballerinnen von RB weckt zudem Erinnerungen an die ersten Schritte der Männermannschaft. Nach dem Einstieg von Red Bull und der Übernahme des SSV Markranstädt zusammen mit dessen Startrecht in der Oberliga war der Klub ebenfalls Anfeindungen und Boykott-Androhungen ausgesetzt. Viele Spiele zu Saisonbeginn mussten wegen befürchteter Ausschreitungen abgesagt werden.

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