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Der US-Verband schließt Hope Solo für einige Zeit vom Nationalteam aus. Ihre Äußerungen in Rio seien "unakzeptabel". Solo kann die Entscheidung nicht nachvollziehen.

Der US-Fußballverband hat Torhüterin Hope Solo für sechs Monate von der Nationalmannschaft ausgeschlossen.

Der Verband begründete seine Entscheidung damit, dass Solos "Verhalten gegen die Grundsätze der Organisation verstoßen."

Die 35-jährige Solo hatte sich nach der Viertelfinal-Niederlage der US-Amerikanerinnen bei den Olympischen Spielen gegen Schweden (3:4 i.E.) über deren Spielweise beschwert: "Wir haben gegen einen Haufen Feiglinge verloren", meinte die Goldmedaillengewinnerin von 2008 und 2012: "Heute hat nicht das bessere Team gewonnen. Schweden wollte kein offenes Spiel. Sie wollten nicht passen, sie wollten keinen guten Fußball zeigen."

Solos Aussagen "völlig unakzeptabel"

"Die Aussagen von Hope Solo nach dem Spiel gegen Schweden waren völlig unakzeptabel und entsprechen nicht dem Verhalten, welches wir von unseren Nationalspielern erwarten" teilte der Präsident des US-Fußballverbandes, Sunil Gulati, nun mit.

"Unter Berücksichtigung der letzten Vorfälle Hope betreffend sowie die privaten Gespräche, in denen wir sie aufforderten, dass sie sich verhalten sollte, wie es einer Nationalspielerin des US-Teams würdig ist, hält US Soccer (der nationale Fußballverband, Anm. d. Red) dies für eine geeignete Disziplinarmaßnahme", heißt es in dem Statement weiter.

Solo: "Bin traurig über die Entscheidung"

Solo, die bereits 2015 für 30 Tage nach einem Vorfall im Trainingslager suspendiert worden war, kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen.

"Seit 17 Jahren habe ich mein Leben dem US-Nationalteam gewidmet und verhielt mich wie ein Profi-Sportler - mit Leidenschaft, Hartnäckigkeit und dem unerbittlichen Willen, die beste Torhüterin der Welt zu sein. Nicht nur für mein Land, sondern um das Level für die nächste Generation von weiblichen Athleten anzuheben. Bei diesen Verpflichtungen habe ich nie geschwankt. Und da ich noch so viel mehr zu geben habe, bin ich traurig über die Entscheidung des Verbands", schreibt Solo auf Twitter.

"Ich könnte nicht die Spielerin sein, die ich bin, ohne die Person zu sein, die ich bin - auch wenn ich einmal nicht die richtige Wahl getroffen oder das richtige gesagt habe. Meine ganze Karriere wollte ich nur das Beste für das Team, die Spielerinnen und den Frauenfußball. Ich werde diese Ziele auch weiterhin mit derselben unerbittlichen Leidenschaft wie bisher verfolgen."

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