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Steffi Jones war früher selbst Nationalspielerin © Getty Images

Steffi Jones folgt beim Olympiasieger auf Silvia Neid. Doch Jones hat keine Angst vor den hinterlassenen Fußstapfen ihrer Vorgängerin. Vor allem eine Sache will sie anders machen.

Die neue Frauen-Bundestrainerin Steffi Jones tritt die Nachfolge von Silvia Neid mit großen Ambitionen an und nimmt fünf Tage nach dem Gold-Triumph von Rio de Janeiro den nächsten Titel ins Visier.

"Wenn wir etwas machen, dann richtig. Und deshalb wollen wir bei der EM nächstes Jahr auch den Titel", sagte die 43-Jährige bei der Präsentation ihres sportlichen Konzeptes am Mittwoch in Frankfurt/Main.

Keine Angst vor Neids Fußstapfen

Neids große Fußstapfen machen der 111-maligen Nationalspielerin keine Angst. "Eine Bürde war das schon vorher. Ich weiß, was ich kann. Ich hätte die Aufgabe nicht übernommen, wenn ich gedacht hätte, dass ich sie nicht meistern werde", sagte Jones: "Für mich wird ein Traum wahr. Ich will nicht in Silvias Fußstapfen treten, sondern die Arbeit erfolgreich fortführen, mit meiner Handschrift als Steffi Jones."

Dabei setzt die frühere Innenverteidigerin auch auf einen verbesserten Austausch mit den Bundesligisten. Den Trainern hatte Jones vor der Pressekonferenz drei Stunden lang ihr Konzept erläutert - die Hoffnungen sind nach Reibungsverlusten in der Vergangenheit groß. "Es muss ein Miteinander sein, ein offener Austausch, in dem auch kritische Dinge angesprochen werden", sagte Meister-Trainer Thomas Wörle von Bayern München. Gerade Högner als langjähriger Coach der SGS Essen soll als Bindeglied fungieren.

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Ihre ersten Auftritte an der Seitenlinie gibt Jones am 16. und 20. September bei den EM-Qualifikationsspielen in Russland und Ungarn. Anschließend stehen in diesem Jahr noch drei weitere Länderspiele auf dem Programm, im Frühjahr voraussichtlich wie in diesem Jahr die Teilnahme am SheBelieves-Cup in den USA.

Vorbereitung auf die EM im Vordergrund

"Wir werden sofort an der Spielkonzeption arbeiten. Das sind alles Vorbereitungsspiele für die EM, wir werden jedes Spiel nutzen, um den Kader zu finden", sagte Jones. Die Mission Titelverteidigung in den Niederlanden beginnt am 16. Juli.

Die jüngsten Rücktritte der langjährigen Stammkräfte Saskia Bartusiak, Annike Krahn und Melanie Behringer nimmt die 43-Jährige als Ansporn für die Verjüngung des Teams: "Die Rücktritte sind natürlich schade, es sind charakterlich auch tolle Spielerinnen, die uns fehlen werden. Aber dadurch entsteht die Möglichkeit, jüngere Spielerinnen zu integrieren. Die Lücke wird geschlossen."

Noch zu schließen ist eine Lücke im Trainerstab. Nach dem Abschied des bisherigen Torwarttrainers Michael Fuchs zum 1. FC Nürnberg ist die Stelle derzeit vakant. Bis ein Nachfolger gefunden ist, will Jones auf einen Honorartrainer zurückgreifen.

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