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Eintracht Trier gewinnt in der Regionalliga Südwest durch einen späten Doppelschlag in Kassel. Bei den Gastgebern sorgt ein Stürmer für einen unrühmlichen Aufreger.

Eintracht Trier hat am Mittwochabend am 11. Spieltag der Regionalliga Südwest mit 2:0 (0:0) bei Hessen Kassel gewonnen.

Christian Telch brachte sein Team mit einem Freistoß-Kracher aus etwa 40 Metern in der 81. Minute in Führung, Abwehrspieler Christoph Buchner entschied die Partie vier Minuten später zu Gunsten der Gäste.

Bektashi mit Tätlichkeit

Für den Aufreger der Partie sorgte Kassels Squipon Bektashi. Der frühere Jugendspieler des SC Freiburg griff in der 52. Minute seinem Gegenspieler Benedikt Koep in die Weichteile. Die Tätlichkeit wurde vom Schiedsrichter allerdings übersehen.

"Nickligkeiten gehören dazu. Aber er hat mir fünf, sechs Sekunden in den Schritt gegriffen und hat gar nicht mehr losgelassen, mit aller Kraft die er hat", sagte Koep bei SPORT1: "Ganz schwache Aktion von ihm. Das geht überhaupt nicht."

Kurz danach musste Koep sogar ausgewechselt werden.

Telchs Traumtor erlöst Trier

"Es hat im Unterleib gestochen, ich konnte nicht mehr weiterlaufen", meinte der Stürmer, der sich keine negativen Folgen auf die Familienplanung erhofft: "Ich habe noch einiges vor."

Durch Telchs Traumtor konnte aber auch Koep am Ende wieder lächeln. "Lustigerweise hat er schon einmal so ein Ding abgelassen", sagte Koep: "Das war wichtig, weil aus dem Spiel wenig möglich war."

Der Torschütze selbst blieb bescheiden. "Ich dachte, ich versuche es nochmal. Ich habe ihn gut getroffen und ein bisschen Glück gehabt, dass er reingegangen ist", meinte Telch.

Eintracht bleibt oben dran

Durch den Dreier zog Trier in der Tabelle mit 23 Zählern an Kassel vorbei auf Rang fünf. Der Rückstand auf das Spitzentrio aus Mannheim, Elversberg und Saarbrücken beträgt drei Zähler.

Kassel (21 Zähler) fällt durch die Niederlage mit fünf Punkten Rückstand auf die Spitze auf Rang sechs.

"Gegen Kassel brauchen wir eine Mannschaft, die richtig aggressiv dagegenhält. Die Zuschauer vor dem TV sollen sehen, was die Jungs können", hatte Eintracht-Trainer Peter Rubeck von seinem Team vor der Partie gefordert.

Aggressiv ging es durchaus zur Werke, mehrere Nickligkeiten bestimmten lange Zeit die Partie. Als viel auf eine Nullnummer hindeutete, schlug die Eintracht doppelt zu.

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