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Cem Efe vom SV Babelsberg
© Youtube/MAZOnline

Nach einem Spiel in der Regionalliga Nordost zwischen Babelsberg und Zwickau redet sich der Trainer der Hausherren in Rage. Seine Spieler seien rassistisch beleidigt worden.

Cem Efe, Trainer von Regionalligist SV Babelsberg, hat in einer emotionalen Rede den Spielern des FSV Zwickau Rassismus vorgeworfen.

Beim 0:0 der beiden Teams aus der Regionalliga Nordost seien in der ersten Halbzeit Beleidigungen gegen Babelsbergs Spieler Enes Uzon gefallen, wie die Rheinische Post berichtet. Ein Journalist fragte Zwickau-Coach Torsten Ziegner, was er von der Szene halte. Worte wie "Alles Ausländer hier" und "Kanaken" sollen in den Katakomben gesagt worden sein.

Dem Trainer der Gäste war die Situation spürbar unangenehm, er versuchte die Reaktion seiner Spieler objektiv zu kommentieren. Auch seine Spieler sollen deftige Worte um die Ohren bekommen haben.

Dies rief Efe auf den Plan: "Ich bin doch dabei. Wenn du sagst "Scheiß Türke", dann ist das doch kein normaler Fall mehr. Du kannst alles sagen, aber doch nicht diskriminieren", schimpfte der Trainer der Potsdamer sichtlich aufgebracht.

"Sag denen "Du Flasche" oder "Du kannst nicht Fußball spielen", aber wir haben als Trainer eine Verantwortung. Mein kleiner Sohn muss ein Vorbild da draußen sehen."

Für seine emotionale Rede kassierte Efe großen Applaus im Presseraum. Anschließend lieferte sich der Trainer eine hitzige Diskussion mit einem Journalisten, welche Bank sich auffälliger benommen habe.

Babelsbergs Kapitän Bilal Cubukcu hatte im Spiel nach einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen, außerdem gab es sechs Gelbe Karten.

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