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Das hitzige Derby zwischen Offenbach und Mannheim hatte einen unrühmlichen Höhepunkt auf der Tribüne © imago

Beim Regionalliga-Derby werden die verletzten Spieler der Kickers Offenbach von gegnerischen Fans auf der Tribüne angegangen. Trainer Oliver Reck ist empört.

Beim Regionalliga-Derby zwischen den Traditionsklubs Waldhof Mannheim und Kickers Offenbach (2:1) sind am Sonntag drei verletzte OFC-Spieler auf der Tribüne von Fans angegriffen worden.

Die Spieler Daniel Endres, Robin Scheu und Maik Vetter hatten nach einem Treffer ihrer Mannschaft gejubelt und wurden danach attackiert.

Offenbachs Pressechef Lars Kissner sagte: "Das habe ich noch nie erlebt. Das ist eine neue Dimension in der unrühmlichen Geschichte dieses Spiels." Geschäftsführer Christopher Fiori kündigte an, dass der Fall beim Sportgericht der Regionalliga gemeldet werde

Auch Trainer Oliver Reck übte scharfe Kritik. "Es ist nicht in Ordnung, dass auf der Tribüne unsere verletzten Spieler von Fans angegangen wurden", sagte der frühere Bundesliga-Torwart über die Vorfälle im Carl-Benz-Stadion. 

Mannheim entschuldigt sich

Die Gastgeber verurteilten den Vorfall ebenfalls. "Der SV Waldhof Mannheim distanziert sich von diesem Verhalten und entschuldigt sich bei den Betroffenen", teilte SVW-Geschäftsführer Markus Kompp in einer Stellungnahme mit: "Wir werden unseren Beitrag zur vollumfänglichen Klärung des Vorfalls leisten. Leider bekommt hierdurch ein ansonsten durchweg friedliches Derby, mit mehr als 10.000 Zuschauern, ein unrühmliches Ende."

Mannheim behauptete durch den Sieg seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der Staffel Südwest.

Die Kickers wollen jetzt das Video-Material des Vorfalls auswerten und womöglich rechtliche Schritte einleiten.

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