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Stefan Schnoor war mehrere Jahre für SPORT1 als TV-Experte tätig. Hier vor allem für die Spieltaganalyse und die Livespiele der 2. Liga. © Imago

München - Der ehemalige SPORT1-Experte Stefan Schnoor wird neuer Sportdirektor bei Regionalligist VfB Lübeck. Im Interview spricht der Ex-Profi über seine neue Aufgabe.

Nord-Regionalligist VfB Lübeck hat vor dem Heimspiel gegen Altona 93 (ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) den bislang vakanten Posten des Sportdirektors besetzt.

Die Verantwortlichen haben sich mit dem früheren Profi und SPORT1-Experten Stefan Schnoor auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Der 46-Jährige wird seine Tätigkeit am Dienstag aufnehmen.

"Es war schon seit längerer Zeit im Gespräch, dass ich beim VfB einsteige. Der Verein wollte diesen Posten besetzen. Seit einiger Zeit ist einer meiner guten Freunde im Aufsichtsrat und fragte mich, ob ich mir das vorstellen kann", sagt Schnoor im Gespräch mit SPORT1.

"Es war immer mal mein Ziel, als Sportdirektor zu arbeiten. Ich habe mir einige Spiele angeschaut, mit den Verantwortlichen gesprochen und herausgefunden, dass man sich auf einer Wellenlänge befindet. Das hat alles gepasst."

Gut aufgestellter Kader

Das Transferfenster schließt am Donnerstag. Unter Zeitdruck sieht sich der neue Sportchef allerdings nicht. "Der Kader ist vor der Saison so gut aufgestellt worden, dass da überhaupt kein Bedarf besteht. Vielleicht gibt es ein, zwei Schrauben, an denen gedreht werden kann, um es den Jungs etwas leichter zu machen, die Spiele zu gewinnen. Deshalb hat man mich geholt, dann haben zwei Augenpaare mehr einen Einblick."    

Der gebürtige Neumünsteraner hat als Profi 277 Bundesligaspiele für den Hamburger SV und den VfL Wolfsburg absolviert.

Hinzu kommen 60 Einsätze in der Premier League für Derby County sowie weitere Einsätze im UEFA-Cup (heute Europa League) und DFB-Pokal. Nach seiner aktiven Laufbahn war Schnoor mehrere Jahre als TV-Experte bei SPORT1 tätig. Die Zusammenarbeit wurde vor der neuen Saison beendet.

Vertrag bis Saisonende

Schnoor wird künftig sein Büro in der Geschäftsstelle der Lübecker haben. Er besitzt erst einmal einen Vertrag bis zum Saisonende. "Ich wollte keine längere Laufzeit", erklärt er.

"Ich will erst mal schauen, wie ich in dem Job zurechtkomme. Es ist eine große Herausforderung für mich. Ich werde viel lernen können und will Gas geben."

Die Zukunft des Vereins sieht Schnoor positiv. "Der VfB ist sehr gut aufgestellt, hat vernünftige Strukturen mit professionell handelnden Personen."

Und weiter: "Man will in den bezahlten Fußball zurück. 2019 wird der Klub 100 Jahre alt, bis dahin sollte es mit dem Aufstieg in die 3. Liga klappen. Es werden keine dummen Sachen gemacht. Ich möchte gerne mithelfen, dass das klappt."  

Vorstandssprecher Thomas Schikorra freut sich über die Verpflichtung Schnoors: "Stefan bringt reichhaltige Profi-Erfahrung und ein großes Netzwerk mit ein und wird künftig die Schnittstelle zwischen Mannschaft und Trainerteam und dem Vorstand bilden. Wir freuen uns sehr, dass wir Stefan für uns gewinnen konnten."

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