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Lok Leipzig distanziert sich klar von den antisemitischen Aufklebern

Lok Leipzig geht entschieden gegen antisemitische Bilder mit dem Konterfei von Anne Frank vor. Der Regionalligist distanziert sich von der "Widerwärtigkeit".

Regionalligist Lok Leipzig hat wegen antisemitischer Bilder mit dem Konterfei von Anne Frank Anzeige erstattet.

"Derzeit machen in Europa Aufkleber mit antisemitischen Botschaften die Runde. Nun versuchen offenbar einige Personen, auch unseren geliebten FCL damit in Verbindung zu bringen", teilte der Verein mit. "Der Verein hat diesbezüglich umgehend Anzeige erstattet."

Lok Leipzig nannte die Fotomontage des Nazi-Opfers im Trikot des Stadtrivalen BSG Chemie "eine Widerwärtigkeit" und distanzierte sich "in aller Schärfe" von allen Formen von Antisemitismus und Faschismus: "Wir verabscheuen Diskriminierung, Gewalt und Rassismus."

Zuletzt waren ähnliche Aufkleber auch im Umfeld von Borussia Dortmund aufgetaucht. Ursprung der Sticker war Italien, wo die berüchtigten Ultras von Lazio Rom, die "Irriducibili", Anne Frank im Trikot des Stadtrivalen AS Rom abgebildet hatten.

Beim folgenden Spiel trugen die Lazio-Spieler Anne-Frank-Shirts, Auszüge aus dem berühmten Tagebuch wurden vor dem Anpfiff verlesen, aber von Hooligans mit faschistischen Parolen übertönt. 13 Personen bekamen landesweit Stadionverbot erteilt. 

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