Kultverein aus Birmingham: Aston Villa

Der Verein aus Birmingham, der zweitgrößten Stadt Großbritanniens, wurde im März 1874 von den städtischen Cricketspielern Jack Hughes, Frederick Matthews, Walter Price und William Scattergood gegründet. Seine Heimspiele trägt der Club aus dem Stadtteil Aston im Villa Park aus, das 42.640 Zuschauern Platz bietet. Hier wurden beispielsweise auch einzelne Partien der Weltmeisterschaft 1966 und der Europameisterschaft 1996 ausgetragen. Traditionell spielen die verschiedenen Mannschaften des Vereins in weinroten Trikots mit himmelblauen Ärmeln, weißen Hosen sowie himmelblauen Stutzen.

Erfolge des Vereins

Im Jahr 1888 war „Villa“ ebenso Gründungsmitglied der Football League wie im Jahr 1992, als die Premier League als höchste englische Spielklasse ins Leben gerufen wurde. Seinen ersten großen internationalen Erfolg feierte der Verein in der Saison 1981/82, als die Mannschaft den Europapokal der Landesmeister, den Vorgängerwettbewerb der UEFA Champions League, gewann. Im Finale in Rotterdam setzte sich der englische Traditionsverein mit 1:0 gegen den FC Bayern München durch. Nur wenige Monate später gewannen die Engländer gegen den FC Barcelona den europäischen Supercup. Der damalige Trainer Tony Barton, der das Team von 1982 bis 1984 betreute, war dank dieser beiden internationalen Titel sehr angesehen. Einen festen Platz in der „Aston Villa Hall of Fame“ hat Trainer George Ramsay, der die Mannschaft zwischen 1884 und 1926 sechsmal zur Englischen Meisterschaft und sechsmal zum FA Cup führte. Im Jahr 2001 gewann der Verein nach einem Finalsieg den UEFA Intertoto Cup und qualifizierte sich damit für den UEFA-Pokal, den Vorläufer der UEFA Europa League.

Talenteschmiede „Aston Villa Academy“

Im Jahre 1997 wurde die Jugendabteilung „Aston Villa Academy“ gegründet, die junge Talente von neun bis 18 Jahren betreut. Die Academy umfasst eine U-18-Auswahl, die in der Saison 2007/08 in der Gruppe B der FA Premier Academy League antrat und die Akademiemeisterschaft bei Siegen gegen die Nachwuchsteams von Manchester City und dem FC Arsenal gewann. Drei weitere Titel im Zuge der Jugendarbeit des Vereins konnten beim FA Youth Cup errungen werden. Viele Spieler des Ablegers für Jugendliche schafften später den Sprung in den Profibereich. Thomas Hitzlsperger, der als Profi für Aston Villa von 2001 – 2005 spielte und in der Folgezeit unter anderem für den VfB Stuttgart und FC Everton unter Vertrag stand, ist nur ein Beispiel von vielen.