Chievo Verona – vom provinziellen Amateurverein zum Profiverein

Die AC ChievoVerona ist ein Fußballverein aus Chievo, einem zur Stadt Verona gehörenden Ortsteil. Dort wurde der Club zum ersten Mal im Jahr 1929 und dann erneut – nach zwischenzeitlicher, wirtschaftlich bedingter ...

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Chievo Verona – vom provinziellen Amateurverein zum Profiverein

Die AC ChievoVerona ist ein Fußballverein aus Chievo, einem zur Stadt Verona gehörenden Ortsteil. Dort wurde der Club zum ersten Mal im Jahr 1929 und dann erneut – nach zwischenzeitlicher, wirtschaftlich bedingter Auflösung – im Jahr 1948 gegründet. Zunächst trat der Verein in den regionalen Spielklassen Venetiens an, begann aber bereits in den 1950er-Jahren seinen kontinuierlichen Aufstieg im italienischen Fußball. Im Jahr 1994 stieg Chievo in die Serie B und 2001 schließlich sogar in die Serie A auf. Chievo Verona war der erste italienische Verein überhaupt, dem der Aufstieg von einem provinziellen Amateurverein zum Profiverein gelang. Grundlage dieses langfristigen Erfolgs war die Unterstützung durch die Unternehmerfamilie Campedelli, Inhaber des Süßwarenherstellers Paluani, die den Verein im Jahr 1964 erwarb.

Erfolge in der Serie A seit dem Jahr 2001

Dem erstmaligen Aufstieg in die erste italienische Liga folgten einige erfolgreiche Jahre, in denen Verona unter anderem den fünften Platz beziehungsweise den vierten Platz erreichen konnte. Dementsprechend trat der Club auch auf europäischer Ebene im UEFA-Pokal an. Zudem spielte Verona in mehreren Jahren im Viertelfinale der Coppa Italia. Ganz große Erfolge blieben Chievo jedoch vorerst verwehrt, vielmehr etablierte sich der Verein im Mittelfeld der Serie A. Nach dem Abstieg in der Saison 2006/2007 spielte Verona für eine Saison erneut in der Serie B.

ChievoVerona in Konkurrenz zum Lokalrivalen Hellas Verona

Die „Gelbblauen" (Gialloblu) von Chievo haben ein besonderes Konkurrenzverhältnis zum Lokalrivalen Hellas Verona, der bereits über Jahrzehnte auf nationaler Ebene spielte und im Jahr 1985 italienischer Meister wurde, als Chievo noch in unterklassigen Ligen antrat. Hellas war aus diesem Grund stets der vergleichsweise populärere Club, obwohl Chievo seit 2001 zum Lokalrivalen aufschließen konnte. Für ihre Heimspiele teilen sich beide Vereine seit 1986 das Stadio Marcantonio Bentegodi, eine Naturrasenarena mit ungefähr 38.000 Plätzen, in der im Jahr 1990 auch einige Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen wurden. Als ihr Club zum Ende der Saison 2000/2001 die Serie A erreichte, übernahmen die Fans von ChievoVerona den Spitznamen „Mussi Volanti“ („fliegende Esel“) für sich. Zuvor war dies der langjährige Spottname gewesen, den die Hellas-Anhänger für den Verein verwendet hatten, da sie der Meinung waren, eher würden Esel fliegen, als dass Chievo in die Serie A aufsteigen könne.