Hellas Verona – Fußballtradition aus Norditalien

Der Fußballclub Hellas Verona wurde im Jahre 1903 von Studenten gegründet, die den antiken Begriff „Hellas“ als Symbol für Tradition und Heimat interpretierten. Auch die Farben Gelb und Blau des Clubs haben ihren Ursprung in ...

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Hellas Verona – Fußballtradition aus Norditalien

Der Fußballclub Hellas Verona wurde im Jahre 1903 von Studenten gegründet, die den antiken Begriff „Hellas“ als Symbol für Tradition und Heimat interpretierten. Auch die Farben Gelb und Blau des Clubs haben ihren Ursprung in der regionalen Geschichte. Das Vereinswappen zeigt das Symbol der mittelalterlichen Stadtherren, die Leiter der Scaliger. Die meisten Jahre verbrachte das Team in der Serie B, die sie mehrmals gewann. Im Jahr 1985 holte die Mannschaft aber auch die italienische Meisterschaft in der Serie A. Die Farben der Trikots für Heimspiele sind Blau und Gelb, für Auswärtsspiele hingegen ausschließlich Gelb. Das heimische Stadion ist das Stadio Marcantonio Bentegodi und wurde nach einem Wohltäter aus dem 19. Jahrhundert benannt. Das Stadion ist auch für leichtathletische Wettkämpfe ausgelegt und bietet 38.402 Zuschauern Platz.

Das Goldene Jahrzehnt und Rekorde

Die 1980er-Jahre waren für die Blau-Gelben besonders erfolgreich. Neben dem  Meistertitel in der Serie A für die Spielzeit 1985/86 erkämpften sich die Veroneser auch 1983 und 1984 die Teilnahme am italienischen Pokalfinale. Einen großen internationalen Erfolg feierte die Mannschaft in der Spielzeit 1987/88, als sie das Viertelfinale im UEFA-Cup erreichte. Prägend für diese Zeit waren Spieler wie Giuseppe Galderisi, vor allem aber die deutschen Legionäre Thomas Berthold und Hans-Peter Briegel. Rekordspieler für den Verein zwischen den 1960er und 1970er-Jahren war Emiliano Mascetti mit 232 Einsätzen. Gleichzeitig war er Rekordtorschütze mit 35 Treffern. Die meisten Tore in einer Saison schaffte Domenico Penzo 1982/83 und Gianni Bui in der Spielzeit 1968/69.

Hellas Verona – Teil der großen italienischen Fußballgeschichte

Berühmte Spieler aus Verona haben auch zum nationalen Fußballruhm beigetragen. Die Veroneser Torwartlegende Aldo Olivieri war ein entscheidender Spieler beim Gewinn des WM-Titels 1938. Der Stürmer Roberto Boninsegna, Torschütze im „Jahrhundertspiel“ gegen Deutschland bei der WM 1970 in Mexiko, beendete bei Hellas seine sportliche Karriere. Eine ähnliche Konstellation ergab sich 2013 mit der Verpflichtung des mehrfachen Torschützenkönigs (in Italien wie in Deutschland) Luca Toni. Dieser erreichte in der Spielzeit 2013/14 mit 20 Toren für Verona noch als 37-Jähriger Platz zwei in der Torschützenliste der Serie A. Ferner war Cesare Prandelli, der spätere Leiter der italienischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, für zwei Jahre Trainer des Vereins.