Die Anfänge des Fußballvereins Hull City

In seinen Anfangsjahren nach der Gründung im Jahr 1904 konnte Hull City kaum nennenswerte Erfolge verbuchen. Der Verein spielte in der zweiten englischen Liga und erreichte hier zwar meist Tabellenplätze im einstelligen Bereich, für den Aufstieg in die Premier League reichte es jedoch nicht. 1930 musste der Verein in die dritte Liga absteigen. In dieser Region, in der Rugby eine dominierende Rolle einnahm, blieben sowohl Zuschauer als auch Geld aus. Das Team musste sich von seinen besten Spielern trennen, um den Bankrott zu vermeiden. Aus dem ständigen Auf und Ab des Wechsels zwischen zweiter und dritter Liga konnte sich der Fußballclub lange nicht befreien.

Auf- und Abstieg von Hull City

Der erste Tiefpunkt erfolgte schließlich im Jahr 1981. Abermals drohte der Bankrott und die „Tigers“ stiegen in die vierte Liga ab. Die Auflösung des Vereins wurde zu dieser Zeit diskutiert, schlussendlich aber nicht durchgeführt. Damals übernahm der ehemalige Rugby-Spieler Don Robinson den Verein und verpflichtete Collin Appleton als Trainer. Beide Persönlichkeiten trugen zum Rückkehr in die dritte Liga bei. 1985 erreichte das Team in der zweiten Liga den sechsten Tabellenplatz. 1991 folgte abermals der Abstieg in die dritte Liga, fünf Jahre später sogar in die vierte. Als Tabellenletzter in der vierten Liga sah sich der Verein mit einer drohenden Verbannung aus dem Profifußball konfrontiert. Im Jahr 2000 erholte sich das Team von seinen Niederlagen und die Performance besserte sich deutlich. Im neuen KC Stadium konnte 2004 der Aufstieg in die dritte und ein Jahr später in die zweite Liga gefeiert werden. 2013 gelang dem Verein schließlich auch der Aufstieg in die englische Top-Liga.

Hull Citys Suche nach einem Stadion

Die Heimspielstätte des Teams ist das KC Stadium in der englischen Stadt Kingston upon Hull, in das der Verein erst nach einigen Jahren der Stadionsuche einzog. In einer Region, in der Rugby bei weitem beliebter war als Fußball, war es nicht einfach, eine geeignete Spielstätte zu finden. Anfänglich teilte sich der Verein seine Spielstätte mit Rugby- und Kricket-Spielern. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der seit den 1920er-Jahren geplante Boothferry Park realisiert werden, in dem Hull City bis 2002 blieb. In der darauffolgenden Saison, als der Verein wieder Erfolge verbuchen konnte, zog man in das Kingston Communications Stadium, welches rund 44 Millionen britische Pfund kostete.