Real Valladolid – der spanische Underdog Der Real Valladolid Club de Fútbol wurde 1928 gegründet und ging aus der Fusion der beiden städtischen Clubs Real Unión Deportiva und Club Deportivo Español hervor. Spielstätte des Clubs ist das Estadio José Zorrilla – benannt nach dem aus Valladolid stammenden Dichter José Zorrilla y Moral. Es wurde anlässlich der Weltmeisterschaft in Spanien 1982 erbaut und fasst 26.512 Besucher. Als erstes spanisches Stadion wurde es im Jahr 1997 zum Teil mit Heizstrahlern auf den Zuschauertribünen ausgestattet.

Clublegenden und Persönlichkeiten Der wohl bei Fans und Fachleuten bekannteste Name des Vereins ist José Luis Saso, der bereits in den 1950er-Jahren als Torhüter der ersten Mannschaft aktiv war und Real Valladolid in der Folge sein gesamtes Leben als Trainer, Sportdirektor und Vereinspräsident verbunden blieb. Darüber hinaus hatte Valladolid im Laufe seiner Geschichte noch viele weitere nationale und internationale Stars in seinen Reihen. Zu den bekanntesten Spielern zählen beispielsweise Gabriel Heinze, der mit der argentinischen Mannschaft bei der Olympiade 2004 in Athen die Goldmedaille gewann und René Higuita. Letzterer wurde durch seinen „Skorpion-Kick“ bekannt: Er hielt einen Fernschuss nicht mit den Händen, sondern ließ sich nach vorne fallen und wehrte den Ball kopfüber mit beiden Hacken ab.

Real Valladolid – Historie und Titel In der Saison 1947/48 stieg der Verein zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Primera División auf. Nur ein Jahr später bestritt das Team sein erstes Finale um einen Titel, unterlag im Endspiel der Copa del Rey (damals noch die Copa del Generalísimo) jedoch Athletic Bilbao mit 1:4. In der Saison 1989/90 nahm der Verein am Europapokal der Pokalsieger teil und erreichte den Einzug ins Viertelfinale. In diesem unterlag Valladolid dem AS Monaco nach einem Elfmeterschießen. Seinen ersten nationalen Titel gewann Real Valladolid in der Saison 1983/84, als sich der Club im Finale des spanischen Ligapokals mit 3:0 nach Verlängerung im Rückspiel gegen Atlético Madrid durchsetzen konnte. Darüber hinaus ist Valladolid vielfacher Titelträger der „Trofeo Ciudad de Valladolid“ – des „Pokals der Stadt Valladolid“ – einem jährlichen Turnier, das seit 1972 in Valladolid mit wechselnden nationalen und internationalen Gegnern ausgetragen wird. Weitere bekannte Titelträger des Stadtpokals sind unter anderem Grêmio Porto Alegre aus Brasilien, der FC Barcelona, OSC Lille aus Frankreich oder die Boca Juniors aus Argentinien.