West Ham United

West Ham United – vom Firmenclub zum Profifußball

Die englische Fußballmannschaft West Ham United geht auf eine Firmensportmannschaft der „Thames Ironworks and Shipbuilding and Engineering Company Ltd.“ zurück und wurde im Jahr 1895 unter dem Namen „Thames Ironworks FC“ gegründet. Nach vier Jahren in der Londoner Regionalliga stieg die Mannschaft im Jahr 1899 in die Southern League Second Division auf. Ein Jahr später wurde das Team in „West Ham United“ umbenannt. 1904 zog der Club in sein Heimstadion, dem Boleyn Ground im Londoner West End, das Platz für rund 36.000 Zuschauer bietet. Der Aufstieg in die höchste englische Liga erfolgte im Jahr 1923, in dem auch der erste Einzug ins Finale des FA-Cups gefeiert wurde. 1964 stand die Mannschaft wieder im FA-Cup-Finale und entschied das Endspiel diesmal für sich. Der Triumph im FA-Cup wurde in den Jahren 1975 und 1980 wiederholt. Mitte der 60er feierte die Mannschaft mit dem Europapokal der Pokalsieger nach einem Sieg über den TSV 1860 München seinen ersten internationalen Titel.

Abstieg und Rückkehr in die Premier League

Bis 2003 blieb das Team in der obersten englischen Liga. Dann folgten der Abstieg und zwei Saisons in der Football League Championship, bevor der Club im Jahr 2005 in die Premier League zurückkehrte. Ein Jahr darauf erfolgte zum fünften Mal der Einzug ins FA-Cup-Finale, diesmal jedoch nicht mit Sieg gekrönt. 2011 stieg der Verein wieder für eine Saison in die zweite Liga ab, qualifizierte sich jedoch sofort für die Play-offs für die Top-Liga und etablierte sich anschließend im Mittelfeld der Premier League. Zusätzlich zum spielerischen Erfolg gilt West Ham United als Talentschmiede im englischen Fußball, die bereits einige berühmte Spieler hervorbrachte, darunter Frank Lampard, Michael Carrick, Jermain Defoe oder Kult-Spieler Bobby Moore, der bis heute zu den Stars von West Ham zählt.

Bobby Moore – Ein Star von West Ham United

Von 1958 bis 1974 spielte der bis heute bekannte zentrale Verteidiger Bobby Moore in der Abwehr eine bedeutende Rolle. Im Gegensatz zu anderen Abwehrspielern war Moore weder für seine Härte im Zweikampf noch für seine Kopfballstärke bekannt, sondern zeichnete sich durch faires Tackling und gekonntes Stellungsspiel aus. Sein Überblick über das Feld und sein Talent, die Angriffe des Gegners vorauszusehen, machten ihn nicht nur zum langjährigen Kapitän von West Ham, sondern auch zum Teamleader der englischen Nationalmannschaft, die er im Jahr 1966 als Vorbereiter des berühmten Wembley-Tors zum Weltmeister-Titel führte.