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Ter Stegen und Leno kämpfen bei der U21 um den Platz im Tor. Andreas Köpke prophezeit beiden bei SPORT1 eine große Zukunft - und lobt den Ex-Gladbacher.

Trainer Horst Hrubesch hat ein Luxus-Problem. Ein gewaltiges. Und damit mit Blick auf die anstehende U21-EM bei den Torhütern die Qual der Wahl.

Da wäre zum einen Marc-Andre ter Stegen, seines Zeichens Champions-League-Sieger mit dem FC Barcelona.

Auf der anderen Seite ist da Bernd Leno, der in der abgelaufenen Saison bei Bayer Leverkusen ebenfalls sein großes Können unter Beweis gestellt hat.

Dass beide zu den Top-Keepern des Landes und damit auch Kandidaten für die die A-Nationalmannschaft sind, ist nahezu selbsterklärend.

"Die Namen spielen ja nicht erst seit gestern eine Rolle", sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke zu SPORT1. "Nach der U-21-EM stehen uns die Spieler zur Verfügung."

Kein gewöhnlicher Konkurrenzkampf

Und kämpfen wohl um den Status als Nummer zwei hinter Manuel Neuer. Diesen Anspruch hegen sie beide.

Von einem branchenüblichen Konkurrenzkampf kann in dieser Situation aber keine Rede sein. Leno und ter Stegen wird seit Jahren ein gespanntes Verhältnis nachgesagt - milde formuliert. Eine Rivalität wie einst zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann, heißt es.

Zumal es in erster Linie nicht nur darum geht, wer zum Auftakt gegen  Serbien (Mi., ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) zwischen den Pfosten geht.

Ter Stegen scheint einen kleinen Vorteil zu haben für Tschechien, aber auch für das A-Team – nicht nur, weil er im Gegensatz zu Leno bereits vier A-Länderspiel-Einsätze aufweisen kann.

Köpke lobt ter Stegen

"Selbstvertrauen", so Köpke, "hat er schon immer gehabt, aber er ist noch selbstsicherer geworden, das hat man ja in der Champions League gesehen. Er spielt eine gute Rolle beim FC Barcelona."

Dazu erfüllt er auch noch die Anforderungen des DFB. "Marc ist fußballerisch sehr, sehr gut", lobt Köpke. "Das ist auch die Spielweise, die wir von unseren Torhütern in der Nationalmannschaft erwarten."

Darüber täuscht auch die Tatsache nicht hinweg, dass ter Stegen bei den Katalanen nur Teilzeit-Keeper mit Einsätzen "nur" in Pokal- und Champions-League-Spielen war.

Leno hat mehr Erfahrung

Zumindest nicht für die Verantwortlichen. Leno sieht das als erfahrenster Akteur im U21-Kader mit 133 Bundesliga- und 32 Europacup-Einsätzen naturgemäß anders.

"Ich weiß nicht, warum ich nicht spiele. Ich spiele hier alle drei, vier Tage. Der andere nicht", hatte Leverkusens Nummer eins gesagt, nachdem sein Intimus in den Playoff-Spielen im Herbst den Vorzug bekommen hatte.  

"Der andere." Nicht einmal den Namen des ehemaligen Gladbachers hatte er in den Mund genommen. Dabei versicherte ter Stegen erst kürzlich: "Der Respekt ist am wichtigsten, und den zeigen wir uns, auch wenn die Situation hart umkämpft ist."

Wie einst bei Lehmann und Kahn. Ihrer sportlichen Leistung hat das allerdings nie geschadet. Was bislang auch für ter Stegen und Leno gilt.

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