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Nach dem Unentschieden zum Auftakt der U21-EM gegen Dänemak will das DFB-Team ein anderes Gesicht zeigen. Trainer Hrubesch warnt vor den Stärken - und will wechseln.

Der Start verlief nicht nach den Vorstellungen der DFB-Teams. Das deutsche Team kam zum Auftakt der U21-EM nicht über ein 1:1 gegen Serbien hinaus.

Doch schon unmittelbar nach Abpfiff richteten die Verantwortlichen den Blick nach vorne. Die Mannschaft will im zweiten Gruppenspiel gegen Dänemark (Sa., ab 20.15 Uhr im LIVETICKER, die Highlights ab 23 Uhr im TV auf SPORT1) ein anderes Gesicht zeigen.

In der Pressekonferenz erklärt Horst Hrubesch, dass er personell durchwürfen will - und für Leonardo Bittencourt ist das 2009er-Team ein Vorbild.

Die PK zum Nachlesen im TICKER.

+++ Das war es +++

Die PK ist zu Ende.

+++ 2009er als Vorbilder +++

Hrubesch hat schon etwas zur 2009er-Team gesagt. Was sagt denn Bittencourt, sind Hummels, Höwedes und Co. Vorbilder? "Sicher sind das Vorbilder. Weltmeister zu werden ist das Ziel eines jeden Jugendspielers", erklärt er. "Natürlich sind diese Jungs auch über die U21 gekommen. Vielleicht haben wir irgendwann auch die Chance, da oben anzukommen."

+++ Was muss sich bessern? +++

So viel zu den Dänen. Aber auch in der Offensive der Deutschen muss sich was tun nach nur zwei mageren Torschüsschen gegen Serbien. "Nach dem Start, den wir in der ersten Halbzeit gemacht haben, war es wichtig, dass wir reinkommen", erklärt Hrubesch auf SPORT1-Nachfrage. "Die Torschüsse interessieren mich letztlich nicht so. Wir haben uns dann Chancen herausgespielt, und die Mannschaft hat das Gesicht gezeigt, das ich von ihr kenne. Wir haben das analysiert und wissen zwar immer noch nicht so genau, warum wir so schwer reingekommen sind. Aber die zweite Halbzeit stimmt mich zuversichtlich."

+++ Die Stärken der Dänen +++

Jetzt also die Dänen. Was kommt auf die Deutschen zu? "Die Schwächen behalte ich mal für mich", sagt Hrubesch. "Die Stärken sind sicher, dass sie eine kompakte Mannschaft sind und auch große Spieler haben. Sie sind sicherlich schwer zu spielen."

+++ Noch kein Endspiel +++

Nur ein Remis zum Auftakt. Ist die Partie gegen die Dänen jetzt schon ein Endspiel? "Es wäre sicherlich leichter, wenn wir das erste Spiel gewonnen hätten", räumt Hrubesch ein. "Das Entscheidende ist: Du musst es noch selbst in der Hand haben. Wenn du hier auf andere angewiesen bist, wird es schwierig. Aber wir haben alles noch selbst in der Hand und werden weiter Schritt für Schritt machen."

+++ Casting für Löw? +++

Wer sich bei der U21-Em gut präsentiert, dürfte sich auch gute Chancen für das A-Team von Trainer Joachim Löw ausrechnen - oder? "Wir reden nicht darüber. Jeder weiß Bescheid, dass der Fokus in der A-Nationalmannschaft sehr hoch wird", sagt Bittencourt. "Aber darauf kommt es jetzt nicht an. Es kommt jetzt darauf an, dass wir ein gutes Turnier spielen. Natürlich träumt jeder davon, oben anzukommen. Aber jetzt konzentrieren wir uns erst mal hierauf, und was in der Zukunft kommt, das wird man dann sehen."

+++ Kampf ums Überleben +++

Hrubesch ist wenig überrascht von der Stärke der Serben. "Mir war klar: Wer sich hier qualifiziert, der spielt auf Augenhöhe", meint der Coach. "Man hat uns bei der Auslosung wieder gleich die Favoritenrolle zugeschoben, die nehme ich auch gerne an. Aber wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen. Es ist kein Verband hier, der keine gute Vergangenheit hat. Ich bleibe dabei: Hier wird jeder ums Überleben kämpfen müssen. Wer ins Halbfinale will, muss hart dafür arbeiten."

+++ Extra-Wunsch von ter Stegen +++

Torwart Marc-Andre ter Stegen hatte sich über die Musik in der Kabine beschwert. Doch auch damit ist Bittencourt locker umgegangen: "Ich hatte vergessen, dass Marc jetzt in Barcelona ist. Dann bin ich auf seinen Wunsch eingegangen und habe etwas mehr südamerikanische Musik eingestellt."

+++ Noch kein Gedanke an Rio +++

Das Ziel ist Olympia. Das weiß auch Bittencourt. "Natürlich ist es was Schönes, daran zu denken", sagt er. "Aber der Fokus liegt jetzt erst mal auf diesem Turnier. Von daher verschwende ich daran jetzt noch nicht allzu viele Gedanken."

+++ Bittencourt rechnet sich Chancen aus +++

Wie schon erwähnt, stand Bittencourt gegen Serbien nicht in der Startelf. Wie sieht er denn nun seine Chancen? "Ich denke, die Chancen standen auch groß vor dem Spiel gegen Serbien. Aber der Trainer ist der Chef. Von daher werden Sie morgen sehen, wer spielt."

+++ Vergleich zu 2009 +++

2009 war die Mannschaft ähnlich stark besetzt, viele haben den Durchbruch bei Top-Klubs geschafft. "Die Spieler", erklärt Hrubesch, "wurden damals vorher auch nicht so hoch gehandelt. Sie wurden erst durch das Turnier gehandelt und haben dort die Erwartungen voll erfüllt. In der aktuellen Mannschaft haben wir auch einige Spieler, die schon in der A-Nationalmannschaft gespielt haben."

+++ Kampfansage von Bittencourt +++

Bittencourt, der gegen Serbien in der Schlussphase eingewechselt worden war, gibt sich vor der Partie gegen Dänemark entsprechend selbstbewusst: "Wir haben viele Spiele gespielt. Wir wissen, was unsere Stärken sind. Wir habeneinen breiten Kader. Ich denke, dass jeder, der dabei ist, von Anfang an spielen könnte. Deswegen denke ich, dass wir sehr variabel sind. Wir haben technisch starke Spieler, wir haben große Spieler. Unsere Schwächen möchte ich jetzt hier nicht preisgeben. Aber ich kann sagen, dass es nicht so leicht ist, uns zu schlagen."

+++ "Dürfte klar sein" +++

Nachfrage zur Aufstellung: "Dass ich Überlegungen habe, dürfte auch für Sie klar sein. Wegen der Gelb-Roten Karte werde ich ja umstellen müssen." Christian Günter hatte gegen Serbien einen Platzverweis erhalten.

+++ Änderungen in der Start-Elf +++

Zieht der Trainer gar personelle Konsequenzen? "Dann warten Sie das mal ab, was morgen auf dem Zettel steht. Aber wir werden anders in das Spiel reingehen", sagt er.

+++ Mannschaften auf Augenhöhe +++

"Der Plan ist normalerweise einfach. Wir sind schwer reingekommen gegen Serbien und haben ziemlich lange gebraucht", ergänzt Hrubesch. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass hier acht Mannschaften auf Augenhöhe spielen."

+++ "Daran müssen wir anknüpfen +++

Der nicht ganz so optimale Start in die EM ist natürlich auch den Spielern nicht spurlos vorüber gegangen. "Natürlich wissen wir, dass wir schwer ins Turnier reingekommen sind", erklärt Bittencourt. "Die erste Halbzeit war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber die zweite war besser, daran müssen wir anknüpfen, um es gegen Dänemark besser zu machen."

+++ Es geht los +++

Die Protagonisten sind da, die Fragerunde beginnt.

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