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Prag - Im Finale der U21-EM verschießt William Carvalho den entscheidenden Elfmeter für Portugal. Zudem steigt der FC Bayern nach SPORT1-Informationen im Transferpoker aus.

Es sollte der große Augenblick des Triumphes werden für William Carvalho. Doch am Ende stand der Portugiese nach dem verlorenen Finale bei der U21-EM gegen Schweden mit leeren Händen da – und das gleich im doppelten Sinn.

Kein Pokal und kein Vertrag beim FC Bayern – Carvalho wurde zur tragischen Figur.

Denn nach SPORT1-Informationen haben die Bayern von einer Verpflichtung des 23-Jährigen, der in den vergangenen Tagen immer wieder mit dem deutschen Rekordmeister in Verbindung gebracht worden war, Abstand genommen.

Abschreckend wird nicht Carvalhos verschossener Elfmeter gewesen sein, sondern eher die kolportierte Ablöse von über 45 Millionen Euro, die das das 1,87 Meter große Kraftpaket laut Ausstiegsklausel kosten soll.

"Es ist ungerecht"

Unmittelbar nach dem 3:4 nach Elfmeterschießen hatte Carvalho dafür ohnehin keinen Kopf.

Jonas Nohe vor Ort bei der U21-EM in Tschechien
Jonas Nohe vor Ort bei der U21-EM in Tschechien © SPORT1

"Es ist ungerecht, denn wir haben viel Qualität unter Beweis gestellt und waren besser als der Gegner", haderte er mit dem Schicksal.

Wieder einmal wurde es nichts mit dem langersehnten Titel, den auch schon die "Goldene Generation" um Luis Figo und Rui Costa 1994 knapp verpasst hatte.

Immerhin könne man sich "erhobenen Hauptes" aus Tschechien verabschieden, sagte Carvalho.

Karrieresprung vorprogrammiert

Auch wenn Carvalho mit den Portugiesen der große Coup verwehrt blieb, hat der defensive Mittelfeldspieler mächtig Eigenwerbung betrieben.

Aus dem Zentrum heraus dominierte er das Spiel und war eine der prägenden Figuren des Turniers.

Dass er auch in der kommenden Saison für Sporting Lissabon spielen wird, ist unwahrscheinlich.

Für den FC Bayern wird es für Carvalho zwar nun erst einmal nicht reichen. Doch der nächste Karrieresprung ist vorprogrammiert, zahlreiche europäische Top-Klubs stehen Schlange.

Arsenal in der Pole Position

In der Pole Position dürfte nach dem Abwinken der Bayern der FC Arsenal stehen. Mit seiner robusten Spielweise würde Carvalho gut in die Premier League passen. Allerdings wollen die Gunners bisher nur 31 Millionen Euro bieten.

Auch die beiden Klubs aus Manchester und der FC Valencia haben bereits Interesse bekundet.

Nach dem Halbfinale gegen Deutschland hatte Carvalho auf SPORT1-Nachfrage erklärt: "Ich bin Spieler von Sporting, aber alles kann passieren." Alles außer dem FC Bayern.

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