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Germany U21 v Austria U21 - 2017 UEFA European U21 Championships Qualifier
Leroy Sane glänzte gegen Österreich © Getty Images

Fürth - Nach dem Gala-Auftritt der deutschen U21 schwärmt Österreichs Cheftrainer Werner Gregoritsch von Leroy Sane. Dabei könnte der Schalke-Youngster bei Olympia fehlen.

Fünf Spiele, fünf Siege, 20:3 Tore - die deutsche U21 stürmt nach dem 4:2 im Spitzenspiel der EM-Qualifikation gegen Österreich mit großen Schritten Richtung Endrunde 2017 in Polen (Ergebnisse und Spielplan).

Vorher steht für die DFB-Junioren 2016 aber noch das Olympische Fußballturnier in Rio de Janeiro an, für das sich bei der EM in Tschechien im Sommer noch die Vorgänger von Leroy Sane, Julian Weigl und Co. qualifiziert hatten.

"Werde die Spieler des 93er-Jahrgangs fragen"

Und trotz der Erfolge der aktuellen U21, die neben einigen Spielern des Jahrgangs 1994 hauptsächlich aus Akteuren der Jahrgänge 1995 und 1996 besteht, sind die Aussichten der Youngster auf ein Ticket nach Rio offenbar eher bescheiden.

"Ich werde auf jeden Fall die Spieler des 93er-Jahrgangs fragen, denn die haben das Ziel erreicht", kündigte Hrubesch nach dem Spiel gegen Österreich in Fürth noch einmal an. Zu diesem Jahrgang gehören unter anderem die Kölner Timo Horn und Leonardo Bittencourt oder Johannes Geis von Schalke 04.

Das würde bedeuten, dass auch ein Leroy Sane nicht nach Rio fahren würde - dabei zeigte der Schalke-Youngster erneut seine überragenden Fähigkeiten auf. Sogar Österreichs Trainer Werner Gregoritsch kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.

Gregoritsch: Sane besser als Sterling

Er würde sich auch wünschen, "wenn ich so einen Spieler von oben bekommen würde. Ich habe vor zwei Jahren Raheem Sterling erlebt und dachte, dass dies das Maß der Dinge ist. Aber Sané.... Dies ist ein absoluter A-Team-Spieler", sagte Gregoritsch. 

Doch sein deutscher Kollege Hrubesch wollte nach dem erfolgreichen Jahresabschluss nicht nur den 19 Jahre alten Schalker, der am vergangenen Freitag sein Debüt im Team von Bundestrainer Joachim Löw gefeiert hatte, in den Mittelpunkt stellen.

"Ich weiß, was er für Qualitäten hat, aber es ist nicht nur Leroy", betonte der DFB-Coach und hob Spieler wie Joshua Kimmich vom FC Bayern, die beiden Schalker Max Meyer und Leon Goretzka sowie den Dortmunder Julian Weigl hervor.

Im Gegensatz zur Junioren-EM ist das Olympische Fußballturnier als U23-Wettbewerb mit Stichtag 1. Januar 1993 ausgeschrieben, darüber hinaus dürfen dem Kader sogar drei noch ältere Spieler angehören. Für jene Plätze waren zwischenzeitlich bereits die Weltmeister Philipp Lahm und Per Mertesacker ins Gespräch gebracht worden.

Hrubesch will abwarten

Wahrscheinlicher scheint jedoch, dass Hrubesch jene Sonderregelung einsetzt, um einige der ebenfalls an der Qualifikation beteiligten Spieler des Jahrgangs 1992 zu nominieren, die nicht mit der A-Nationalmannschaft bei der EM 2016 in Frankreich teilnehmen. Das könnte beispielsweise auf Bernd Leno oder Kevin Volland zutreffen.

In jedem Fall aber betrachtet Hrubesch die Olympischen Spiele "losgelöst" von der aktuellen U21-EM-Qualifikation: "Das macht ja auch anders keinen Sinn. Ich kann mich ja nicht heute hinstellen und sagen: Das sind meine 20 Leute für Olympia."

Man müsse "abwarten, wie es dann nachher genau aussieht mit dieser Olympiamannschaft", erklärte Hrubesch, der angesichts der knappen Vorbereitungszeit bereits ankündigte: "Einspielen werden wir da nichts können."

Für die Olympischen Spiele in Rio darf der DFB zunächst einen 18-Mann-Kader mit 16 Feldspielern und zwei Torhütern nominieren. Zudem können vier weitere Spieler auf eine Nachrückerliste gesetzt werden.

Deutschland hat sich erstmals seit dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988 wieder für ein Endturnier qualifiziert.

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