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Moise Kean (l.) feierte am Samstag sein Debüt in der Serie A © Getty Images

München - Im zarten Alter von 16 Jahren hat Moise Kean am Samstag in der Serie A debütiert. Dem Wunderkind von Juventus Turin wird eine große Zukunft prophezeit.

Lange Zeit galt die italienische Serie A als eine Liga, in der vornehmlich alternde Stars am Ende ihrer Karriere noch die ein oder andere Euro-Million verdienten, ehe sie die Fußballschuhe an den Nagel hängten.

Während hierzulande junge und talentierte Fußballer ihre Chancen bekamen, musste man sie südlich der Alpen schon mit dem Brennglas suchen.

Talente sprießen plötzlich

Vorbei die Zeit: Seit ein gewisser Gianluigi Donnarumma vor etwa einem Jahr wie Phoenix aus der Asche auftauchte und im zarten Alter von 16 Jahren das Trikot des Stammkeepers beim AC Mailand überstreifte, hat offenbar ein (Um-)denkprozess stattgefunden.

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Die deutsche Nationalmannschaft war neulich Zeugin des Umbruchs, der gerade in Italien statfindet. Beim 0:0 in Mailand tummelten sich Davide Zappacosta, Daniele Rugani, Alessio Romagnoli oder Andrea Belotti auf dem Platz herum. Spieler also, die in Deutschland noch keinen Namen haben, sich in der Serie A aber schon in den Fokus gespielt haben.

Die Entwicklung, ihren talentierten Jungspunden endlich eine Chance zu geben, geht in der Liga dermaßen rasant, dass nun sogar der nächste 16-Jährige sein Debüt gab - und zwar beim italienischen Meister.

Moise Kean heißt der junge Mann, der bereits jetzt die Fans in Verzückung und die Scouts in helle Aufregung versetzt. Ein paar Minuten durfte er beim 3:0-Sieg der Bianconeri gegen Aufsteiger Pescara mitwirken und dabei andeuten, welch ungeheures Potenzial in ihm steckt.

Tore am Fließband

Nebenbei brachte Kean seinen Bruder Giovanni, der auf der Tribüne saß, völlig aus der Fassung.

Juve-Coach Massimiliano Allegri sagt über seine Schützling, er habe "eine gute Qualität". Dass es sich dabei um eine gehörige Untertreibung handelt, zeigt die Statistik, mit der Kean in der vergangenen Saison auftrumpfte.

In der "Primavera" der Turiner, vergleichbar mit den A-Junioren in Deutschland, erzielte der damals 15-Jährige 24 Tore in 25 Spielen. "Für mich ist es normal, gegen Ältere zu spielen. Ich empfinde das nicht als schwierig", sagt Kean.

Englands Großklubs baggern schon

Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte um Abwerbungsversuche. So berichtet der Corriere dello Sport am Tag nach Keans Premiere, Manchester City und der FC Arsenal seien scharf auf den Offensivspieler.

Dem Vernehmen nach wird der Jüngling mit ivorischen Wurzeln aber mindestens noch bis zu seinem 18. Geburtstag in Turin bleiben. Und womöglich bereits am Dienstag in der Champions League im Duell beim FC Sevilla (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) für Furore sorgen.

Entsprechend wird Kean in der Youth League fehlen, wenn die beiden Juniorenteams aufeinandertreffen (ab 15.55 Uhr im LIVESTREAM und live im TV bei SPORT1+)  Weitere Kostproben seines außergewöhnlichen Talentes wird er nun anderswo abgeben.

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