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Joachim Löw und das Trainerteam beim Empfang in Berlin. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des Empfangs in Berlin
Joachim Löw und das Trainerteam beim Empfang in Berlin. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des Empfangs in Berlin © twitter

Berlin - Deutschlands Weltmeister präsentieren sich in Berlin hunderttausenden Fans und haben den Pokal im Gepäck. Nicht nur Bundestrainer Joachim Löw ist vom Empfang begeistert.

Was für ein triumphaler und unvergesslicher Empfang für die WM-Helden in Berlin!

Eine Million glückseliger Fans hießen die Weltmeister am Flughafen, auf den verstopften Straßen und auf der rappelvollen Fanmeile mit einer einmaligen Titel-Party willkommen.

Die Lieblinge der Nation bedankten sich bei Kaiserwetter auf dem 30 Meter langen "Helden-Steg" am Brandenburger Tor für den Gänsehaut-Empfang mit einem ausgerollten Plakat: "Obrigado Fans. Der 4. Stern ist unser!"

Löw: "Wir sind alle Weltmeister"

"Ohne Euch wären wir nicht hier. Wir sind alle Weltmeister", rief Bundestrainer Joachim Löw den frenetisch jubelnden Fans entgegen.

Auf die Frage nach seiner Zukunft wich Löw aus. Doch das war an diesem historischen Tag nebensächlich.

Für Lukas Podolski war es der "geilste Moment meiner Karriere", sein Kumpel Bastian Schweinsteiger, dem die Fans mit "Fußball-Gott"-Sprechchören huldigten, hielt stolz die originalgetreue Kopie des WM-Pokals in den Händen und brüllte ins Mikrofon: "Jetzt haben wir endlich das Scheiß-Ding. Danke Jungs!"

Seitenhieb auf Argentinien

Angeführt von Siegtorschütze Mario Götze schickten die Spieler auch einen Seitenhieb Richtung Finalgegner Argentinien.

"So gehen die Gauchos, die Gauchos gehen so", sangen sie in gebückter Haltung, um dann aufrecht hüpfend zu skandieren: "So gehen die Deutschen, die Deutschen gehen so!"

Götze meinte: "Das ist ein Ding der Geschichte. Jeder Fan in Deutschland hat den Titel verdient."

Dönerlied für Großkreutz

Die Spieler trugen schwarze T-Shirts mit einer großen weißen Nummer eins auf der Vorderseite.

Torwart-Titan Manuel Neuer stimmte passend dazu den Jubelgesang an: "Die Nummer eins der Welt sind wir!"

Schalkes-Profi Julian Draxler nutzte die große Bühne, um BVB-Spieler Kevin Großkreutz, der wegen eines Döner-Wurfs in die Schlagzeilen geraten war, eins auszuwischen: "Kevin, rück' den Döner raus!"

Mit dem Flieger über die Fanmeile

Für einen Gänsehautmoment sorgte Pilot Uwe Strohdeicher.

Er lenkte die Sondermaschine LH 2014 mit der Aufschrift "Siegerflieger" kurz vor der Landung in 600 m Höhe über die Fanmeile.

Um 10.08 Uhr hatten die Champions wieder deutschen Boden unter den Füßen.

Der Flieger war mit zweistündiger Verspätung aus Rio de Janeiro abgehoben, weil ein Gepäckwagen das Flugzeug gerammt und einen Lackschaden verursacht hatte.

Als erster Spieler stieg Kapitän Lahm aus. Ihm folgte Bastian Schweinsteiger, der die zehn Stunden Flug für einen "Erholungsschlaf" nach der heftigen Titel-Party in Rio genutzt hatte.

DFB-Boss Niersbach verriet über die Rio-Abschlussfete: "Der ein oder andere hat früh schlapp gemacht. Da hat der Caipirinha seine Wirkung gezeigt."

Mit Champions-Truck durch die Straßen

Nach der Landung bestieg der DFB-Tross einen schwarzen Weltmeister-Truck mit den vier goldenen Sternen und der Aufschrift "1954, 1974, 1990 2014!", um zur Fanmeile zu fahren.

Der Truck mit dem Kennzeichen "CHAMPIONS" kam nur schleppend voran, weil Zehntausende Fans die Straßen säumten und dem Team auf dem offenen Deck zujubelten.

Die Fanmeile hatte bereits beim Öffnen der Tore um 6 Uhr früh einen gewaltigen Ansturm erlebt. Keine zwei Stunden später mussten die ersten Einlasskontrollen wegen Überfüllung geschlossen werden.

Einige hatten dort in einem Zelt sogar übernachtet, um sich einen guten Platz zu ergattern.

Bereits nach der WM 2006 im eigenen Land (3. Platz) und der EM 2008 (2. Platz) hatte sich die DFB-Mannschaft auf der Fanmeile bei den treuen Anhängern persönlich für die Unterstützung bedankt.

Doch am Dienstag war alles anders. Denn der Pokal war diesmal mit dabei.

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