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Gianni Infantino will FIFA-Präsident werden
Gianni Infantino hofft auf eine Schiedsrichterin bei der WM 2018 © Getty Images

FIFA-Boss Infantino wünscht sich, dass bei 2018 erstmals in der Geschichte eine Frau ein WM-Spiel leitet. Der erste Schritt auf dem Weg dahin ist gemacht.

Bei der WM 2018 in Russland könnten erstmals in der 112-jährigen Geschichte des Weltverbandes FIFA Schiedsrichterinnen ein Spiel leiten.

"Für die WM 2018 habe ich noch einen ganz speziellen Wunsch: Es wäre toll, wenn in Russland vielleicht mal eine Frau auf dem Platz als Schiedsrichterin die Spiele leitet", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino (46) der Bild.

Daran werde die FIFA arbeiten, "und wir schauen, was möglich ist", sagte der Schweizer: "Denn erstmalig bereiten sich sowohl Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen gemeinsam auf die beiden sportlichen Großereignisse – Herren WM 2018 und Frauen-WM 2019 – vor."

Infantino von Sicherheit in Russland überzeugt

Um die Sicherheit bei der WM 2018 in Russland macht sich Infantino unterdessen keine Sorgen. "Russland wird die Fans in zwei Jahren willkommen heißen. Und der Aspekt Sicherheit hat für Russland höchste Priorität", sagte der 46-Jährige mit Blick auf die Hooligan-Ausschreitungen während der EM 2016 in Frankreich.

Seit der Vergabe im Dezember 2010 "entwickeln die russischen Behörden ein Sicherheitskonzept basierend auf den Erfahrungen von den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 und anderen Großveranstaltungen", sagte Infantino.

All diese Erfahrungswerte würden in das Sicherheitskonzept bereits für den Confed Cup 2017 einfließen. Infantino: "Kurz gesagt, wir werden alles daran setzen, dass es eine sichere WM und ein großes Fußball-Fest wird."

Analyse nach Krawallen in Marseille

Bei der EM waren am Rande des Gruppenspiels zwischen England und Russland (1:1) Dutzende Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. In der Folge waren mehrere russische Hooligans des Landes verwiesen worden, zudem sprachen die französischen Schnellgerichte Haftstrafe aus.

"Ich bin überzeugt, dass die französischen Behörden zusammen mit der UEFA und den Sicherheitsbehörden der einzelnen teilnehmenden Länder, ein umfassendes Sicherheitskonzept entwickelt haben, um ein friedliches Fußballfest sicherzustellen", sagte Infantino.

"Die Ereignisse in Marseille und in den Stadien werden und wurden genau analysiert. Es werden die Lehren daraus gezogen, und wir müssen sicherstellen, dass es bei zukünftigen Wettbewerben diese Ausschreitungen nicht mehr gibt. Insgesamt über den Turnierverlauf gesehen muss man den Fans aber ein großes Kompliment machen."

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