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FBL-CHN-ASIA
Marcello Lippi gewann 2006 mit Italien den WM-Titel © Getty Images

Der neue chinesische Nationaltrainer möchte sein Nationalteam doch noch zur WM 2018 führen. Doch die Lage ist beinahe aussichtslos.

Italiens Weltmeister-Macher Marcello Lippi will die Sensation und die chinesische Nationalmannschaft doch noch zur WM-Endrunde 2018 in Russland führen.

"Ich weiß nicht, ob wir dieses Wunder schaffen, doch wir werden uns mit all unseren Kräften dafür einsetzen. Nichts ist unmöglich, wir machen uns sofort an die Arbeit", sagte der 68-Jährige bei seiner Vorstellung als neuer chinesischer Nationalcoach am Freitag.

China mit dem Rücken zur Wand

Der Weg nach Russland ist für den 84. der Weltrangliste, der lediglich 2002 bei einer WM vertreten war, allerdings noch sehr weit: In Asiens Qualifikationsgruppe A ist Lippis Mannschaft nach vier von zehn Spielen mit einem Punkt Letzter. Nur die Mannschaften auf den Plätzen eins und zwei (derzeit Iran/10 Punkte und Usbekistan/9) lösen das Ticket für 2018 direkt. Der Dritte (Südkorea/7) spielt im Duell mit dem Dritten der Gruppe B um einen Platz im Play-off für Russland gegen eine Mannschaft aus der CONCACAF-Region.

Lippi will ungeachtet der misslichen Lage einen "Beitrag zum Wachstum des Fußballs" in China erbringen. Der Verband lässt sich die Dienste des Italieners, der sein Heimatland 2006 in Berlin zum Weltmeister gemacht hatte, laut dem chinesischen Staatsfernsehen CCTV 4,5 Millionen Euro im Jahr kosten. Zudem sollen Lippi und sein Stab 15,5 Millionen Euro/Jahr als Berater von Guangzhou Evergrande kassieren.

Aufgrund seiner Erfolge mit dem Spitzenklub Evergrande zwischen 2012 und 2014 genießt Lippi in China große Popularität. Erst im vergangenen Monat hatte er in Guangzhou einen ab Januar 2017 gültigen Vertrag unterzeichnet, von dem er nun entbunden wurde. Lippi löst den entlassenen Nationaltrainer Gao Hongbo ab.

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