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Werder Bremens Ex-Trainer Aad de Mos fordert Bondscoach Danny Blind auf, den Flügelstürmer des FC Bayern nicht mehr zu nominieren. Seine Zeit sei vorbei.

In Deutschland ist Aad de Mos vor allem für sein missglücktes Intermezzo als Trainer des SV Werder Bremen bekannt.

In seiner niederländischen Heimat hat das Wort des früheren Meistertrainers von Ajax Amsterdam etwas mehr Gewicht - nun wendet er es gegen keinen Geringeren als Arjen Robben.

Der 69-Jährige fordert vor dem anstehenden WM-Qualifikationsspiel gegen Frankreich am Montag den Rauswurf des FC-Bayern-Flügelstürmers aus der Nationalmannschaft.

"Verabschieden Sie sich von Robben und Sneijder und werft die ganze holländische Schule über Bord", fordert de Mos bei Het Laatste Nieuws.

Aad de Mos gewann 1988 den UEFA-Supercup mit KV Mechelen
Aad de Mos gewann 1988 den UEFA-Supercup mit KV Mechelen © Getty Images

"Da ist doch immer was"

Der Grund für de Mos' radikale Forderung: Er will, dass Nationaltrainer Danny Blind einen Generationswechsel vollzieht. Der 32 Jahre alte Robben stehe dem im Wege, gerade auch wegen seiner Verletzungsanfälligkeit.

"Danny Blind betet eine Woche lang, dass Robben gegen Weißrussland und Frankreich spielt. Jetzt hat er Probleme an den Rippen, da ist doch immer etwas ", sagt de Mos: "Er hat seit mehr als einem Jahr kein Länderspiel gemacht und trotzdem warten noch alle auf den Glasmann. Darum sage ich: Verabschiedet euch von ihm."

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De Mos sieht Robben als Bremsklotz

Das ständige Bangen um Robben, der im November 2015 zuletzt in der Elftal aktiv war, sei ein Bremsklotz für die Mannschaft, sagt de Mos: "Robben dominierte die Vorbereitung auf diese wichtigen Länderspiele, so etwas ist nicht gut für eine Mannschaft, das ist kontraproduktiv. Die Jungs kriegen das Gefühl, dass sie es nur mit Robben schaffen können, das ist natürlich nicht der Fall."

De Mos' Fazit: "Die Geschichte von Robben bei Oranje ist vorbei, ebenso wie für die anderen seiner Generation, van Persie und Huntelaar. Wesley Sneijder ist im Moment noch wichtig, aber er läuft auf der letzten Rille."

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