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Kein gutes Haar lässt Arjen Robben nach dem 3:1-Sieg gegen Luxemburg am Oranje-Team. Der Kapitän zeigt sich entsetzt über die Leistung seines Teams.

Oranje-Superstar Arjen Robben sprach die Defizite der niederländischen Nationalmannschaft trotz des 3:1-Sieges in Luxemburg schonungslos an.

"Ich bin erschrocken. Es lag heute auch ein wenig am Feld, aber viele Dinge waren einfach nicht gut. Im Ballbesitz waren wir einfach schlecht", kommentierte der Offensivspieler von Bayern München, der aufgrund von Oberschenkelproblemen zur Pause ausgewechselt wurde.

Reine Vorsichtsmaßnahme

Robben erklärte im NOS-TV, dass er im Oberschenkel einen kleinen Krampf gespürt habe und deshalb ausgewechselt wurde. "Bei einem Konter von Luxemburg musste ich zurück, da verkrampfte es an der Rückseite meines Oberschenkels", berichtete Robben. "In der Pause haben wir das angeschaut. Es sah nicht schlecht aus, und natürlich wollte ich weiterspielen, aber der Doktor sagte, dass wir kein Risiko eingehen sollten." Eine reine Vorsichtsmaßnahme also? "Ich gehe nicht davon aus, dass das lange dauern wird, aber man weiß ja nie", meinte Robben. "Ich kann nicht in mein Bein gucken. Aber im Prinzip ist es nicht so schlimm."

Am Montagabend gaben die Bayern nach Untersuchungen in München Entwarnung, Robben steht im Schlagerspiel am Samstag bei Borussia Dortmund zur Verfügung.

Der 32-jährige Robben analysierte sehr genau und kritisch den Auftritt der Elftal im Großherzogtum: "Wir hatten Probleme, um über Kombinationen gute Angriffe vorzubereiten. Ich habe keine Lust negativ zu sein, aber das ist die Realität. Es muss besser werden. Das ist nicht das Niveau, das wir anstreben. Wir wollen zur WM und dafür müssen wir besser spielen."

Der Bundesliga-Profi feierte nach einem Jahr verletzungsbedingter Abwesenheit direkt als Kapitän sein Comeback bei Oranje.

Robben (36.) traf mit einem Linksschuss zu seinem 31. Länderspieltor zur Führung, ehe Maxime Chanot vom New York City FC (44.) mit einem schmeichelhaften Strafstoß überraschend ausglich. Joker Memphis Depay (59./84.) verhinderte im zweiten Durchgang mit einem Doppelpack eine Blamage.

Erstes Gegentor seit 63 Jahren

Der luxemburgische Ausgleichstreffer per Foulelfmeter zum 1:1 war das erste Gegentor, das der WM-Dritte seit 53 Jahren gegen das Großherzogtum hinnehmen musste.

Am 30. Oktober 1963 verlor Oranje in Rotterdam ein EM-Qualifikationsspiel mit 1:2. Danach siegte der Europameister von 1988 achtmal hintereinander mit einer Tordifferenz von insgesamt 31:0 - bis Sonntag.

Blind sieht starke Luxemburger

Das Team von Bondscoach Danny Blind, bei dem Jeffrey Bruma vom VfL Wolfsburg 90 Minuten zum Einsatz kam, schob sich durch den Sieg in Gruppe A mit sieben Zählern zwischen Frankreich (10) und Schweden (7) auf Rang zwei.

Bondscoach Danny Blind beurteilte den Auftritt von Oranje positiver: "Wir haben gegen die beste Mannschaft gespielt, die Luxemburg jemals hatte. Andere Teams aus unserer Gruppe hatten es auch schwer gegen sie." Robben ging dagegen kritischer mit der Elftal ins Gericht.

Sorgen um Vidal

Neben Robben sorgt sich der FC Bayern auch um Arturo Vidal. Der Mittelfeldspieler war am Donnerstag in der WM-Qualifikation der Chilenen gegen Kolumbien mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt worden. Vidal will aber am Dienstag gegen Uruguay wieder mit von der Partie sein.

Schweizer egalisieren Startrekord

Im Gegensatz zu den Niederländern verbuchen die Schweizer einen Erfolg nach dem anderen. Dank des 2:0 gegen die Färöer Inseln egalisierten die Eidgenossen ihren 45 Jahre alten Startrekord in eine WM- oder EM-Qualifikation. Mit ihrem vierten Sieg nacheinander sind sie in der WM-Qualifikation nun schon seit 22 Partien ungeschlagen.

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