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Theo Zwanziger sagte am Mittwoch bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt aus
CDU und SPD verzichten wohl auf eine Befragung von Theo Zwanziger zur WM-Affäre © Getty Images

Laut eines Medienberichts verzichten CDU und SPD darauf, Theo Zwanziger vor dem Sportausschuss zur WM-Affäre zu befragen. Das verursacht in anderen politischen Lagern Ärger.

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger wird im Zusammenhang mit der WM-Affäre offenbar nicht vor den Sportausschuss geladen. Nach einem Bericht der Tageszeitung Die Welt lehnten die Regierungsparteien CDU und SPD einen entsprechenden Antrag der Grünen ab. Zwanziger hatte sich zuletzt bereit erklärt, in der Sitzung am 14. Dezember auszusagen, nachdem DFB-Präsident Reinhard Grindel seine Teilnahme aufgrund "längerfristiger terminlicher Verpflichtungen" vorerst abgesagt hatte.

"Ich finde es skandalös, dass die große Koalition nicht bereit ist, einen Hauptbeteiligten des 'Sommermärchens', der mit zur Aufklärung beitragen könnte, einzuladen", sagte Özcan Mutlu, sportpolitischer Sprecher der Grünen, der Welt: "Wenn man den bisherigen Umgang des Sportausschusses mit dem WM-Skandal Revue passieren lässt, hat man den Eindruck, dass die große Koalition offenbar kein wirkliches Interesse daran hat, aufzuklären, was damals wirklich passiert ist."

Zwanziger gehörte vor der WM 2006 in Deutschland zum Organisationskomitee, welches die Zahlung über 6,7 Millionen Euro an den Weltverband FIFA zu verantworten hat. Gegen den 71-Jährigen, seinen Nachfolger Wolfgang Niersbach und den ehemaligen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt ermittelt unter anderem die Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Zwanziger hatte stets jegliche Schuld von sich gewiesen.

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