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Lionel Messi muss mit Argentinien um die WM-Teilnahme zittern © Getty Images

Argentinien darf im Kampf um die Qualifikation für die WM 2018 wieder hoffen. Die FIFA hebt die Sperre gegen den Superstar des FC Barcelona überraschend auf.

180-Grad-Wende im Fall Lionel Messi: Die Berufungskommission des Fußball-Weltverbandes FIFA hat die Vier-Spiele-Sperre gegen den argentinischen Superstar aufgehoben.

Der viermalige Weltfußballer vom FC Barcelona soll während des 1:0-Erfolges der Argentinier in der WM-Qualifikation gegen Chile im März einen brasilianischen Schiedsrichter-Assistenten mit derben Worten beleidigt haben - was anhand von Videos, die im Netz die Runde gemacht hatten, deutlich wurde.

In diesem Zuge war Messi von der FIFA-Disziplinarkommission zudem zu 9400 Euro Strafe verurteilt worden, was nach einer Anhörung am Donnerstag nun ebenfalls aufgehoben wurde. Die ursprüngliche Bestrafung Messis war heftig kritisiert worden, nicht nur in Argentinien, auch Messis Klub FC Barcelona protestierte öffentlich. In Medien kursierten Verschwörungstheorien, dass die FIFA Messi für sein Nicht-Erscheinen bei der Weltfußballer-Gala abstrafen wollte.

Die Berufungskommission sah die Beweislage nun als unzureichend an, bezeichnete Messis Verhalten kurioserweise allerdings trotzdem als "verwerflich".

Argentiniens WM-Chancen steigen

Argentinien hat ohne den gesperrten Messi bereits sein folgendes WM-Qualifikationsspiel in Bolivien 0:2 verloren. Der zweimalige Weltmeister muss um die Teilnahme an der WM 2018 in Russland zittern, ist aktuell nur Fünfter der CONMEBOL-Gruppe - was nicht für die direkte Qualifikation reichen würde. Gegen Uruguay, Venezuela und Peru steht Messi zur Verfügung - was die Chancen seines Landes erheblich verbessert.

Von den sechs WM-Quali-Spielen mit Messi hat Argentinien fünf gewonnen, von den acht ohne ihn: nur eines.

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