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Arturo Vidal kündigt zum zweiten Mal binnen einer Woche seinen Rücktritt an © Getty Images

Arturo Vidal nimmt seine Rücktrittserklärung aus der chilenischen Nationalmannschaft erst zurück. Jetzt ändert er seine Meinung aber doch wieder und sorgt für Verwirrung.

Rücktritt, kein Rücktritt, jetzt doch wieder Rücktritt: Arturo Vidal sorgt derzeit mit seinen häufigen Meinungsänderungen für mächtig Wirbel.

Der Mittelfeldakteur vom deutschen Rekordmeister Bayern München weiß anscheinend selbst nicht, was er will und hat nach der zurückgenommen Rücktrittsdrohung nun erneut einen baldigen Abschied aus der chilenischen Nationalmannschaft angekündigt.

Der 30-Jährige will spätestens nach der WM-Endrunde im kommenden Jahr in Russland seine Länderspielkarriere beenden. Im Fall eines Scheiterns in den südamerikanischen Eliminatorias könnte er aber bereits nach den beiden ausstehenden WM-Qualifikationsspielen Anfang Oktober aufhören.

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"Ich beschäftige mich schon länger damit. Ich muss näher bei meiner Familie sein. Die letzten zehn Jahre waren hart. Der Moment zum Ausruhen ist gekommen", erklärte der 96-malige Nationalspieler, bevor er in Santiago de Chile nach den beiden schmerzhaften Niederlagen gegen Paraguay und in Bolivien in den Flieger Richtung München stieg.

Vidal droht auf Twitter mit Rücktritt

Erstmals mit einem Rücktritt gedroht hatte Vidal nach der 0:3-Klatsche gegen Paraguay am vergangenen Freitag: "All die Menschen in diesem Land, die mir schlechte Dinge wünschen, sollten jetzt sehr glücklich sein. Aber keine Angst, ich bin kurz davor, die Mannschaft zu verlassen", schrieb Vidal auf Twitter.

Es dauerte daraufhin jedoch nicht lange, bis die Kehrtwende in Vidals Gemütslage folgte und der Superstar die Rücktrittsdrohung zurücknahm: "Ich wäre niemals wütend auf die Fans. Sie verdienen all meinen Respekt für die Unterstützung, die sie mir immer gegeben haben. Und deshalb bleibe ich in der Nationalmannschaft", erklärte er wenige Stunden nach dem ersten abgesetzten Tweet.

Chile ist derzeit Tabellensechster und würde somit eines der vier Direkttickets nach Russland sowie Platz fünf, der den Umweg über die Playoffs gegen den Ozeaniensieger ermöglicht, verpassen. "Bei den nächsten beiden Spielen werde ich mich noch einmal zu 100 Prozent reinhängen", versprach der Bayern-Mittelfeldmotor mit Blick auf die Duelle mit Ecuador und Brasilien. (WM-Quali Südamerika: Tabelle)

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