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Stuttgart - Beim 6:0 gegen Norwegen darf der 23-Jährige von Beginn an ran und sammelt mit Tor und Torvorlage Pluspunkte. Dann erklärt er sich zu seiner Lage bei PSG.

Julian Draxler hatte nichts sagen wollen am Freitag in Prag.

Nicht zu seiner Lage bei Paris Saint-Germain und nicht zum unrunden 2:1-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen Tschechien, den er die ersten 67 Minuten lang von der Bank aus hatte anschauen müssen.

"Montag", kündigte der 23-Jährige im Vorbeilaufen an, werde er sich äußern. Er hielt Wort.

Ein spektakuläres Tor, eine präzise Torvorlage – bei der 6:0-Gala der deutschen Auswahl in Stuttgart gegen Norwegen wirkte Draxler spritzig, einsatzfreudig, kombinationssicher, technisch stark und abgeklärt im Abschluss.

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Draxler liefert Argumente in eigener Sache

Und räumte mit dieser klaren sportlichen Aussage die Zweifel beiseite, die angesichts von nur zwölf Einsatzminuten für Paris Saint-Germain in der laufenden Saison aufgekommen waren.

"Es hat heute alles gepasst", sagte er, als er wie versprochen nach dem Spiel vor die Medien trat. "Ich hatte sehr viel Bock, richtig Lust auf Fußball. Wir haben alles auf dem Platz gegeben, damit die Leute zufrieden nach Hause gehen."

Dass ihm die neue, äußerst prominente Konkurrenz bei seinem Verein in Paris diese Lust auf Fußball nehmen wird, indem sie ihn dauerhaft auf die Bank verdrängt, glaubt Draxler nicht.

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Neymar und Mbappe "zwei Granaten"

"Wir haben sicherlich zwei Granaten geholt", gab er zu. "Wir haben mit Neymar einen der besten Spieler der Welt verpflichtet und mit Mbappe eines der größten Talente der Welt." Größere Spieler könne man kaum verpflichten. 

"Es wird mit Sicherheit nicht einfach für mich, mich dieser Konkurrenz zu stellen. Aber ich bin selbstbewusst genug, mich auch in so einer Mannschaft durchzusetzen und meine Spiele zu machen."

Ein Wechsel zum FC Arsenal, über den noch am letzten Tag des Transferfensters spekuliert worden war, sei deshalb kein Thema gewesen.

Emery plant weiter mit Draxler

"Für mich war klar, dass ich nicht weg möchte", erklärte der frühere Schalker. "Ich habe von Trainer Unai Emery die Signale bekommen, dass er weiter mit mir plant und in meiner ersten Saison sehr zufrieden mit mir war."

Dennoch habe er "keinen besonderen Status" bei Emery, sondern müsse sich dem Konkurrenzkampf stellen wie jeder andere auch. 

Den Startrückstand - wegen des Confed Cups war Draxler erst vier Wochen nach seinen Vereinskollegen wieder ins Training eingestiegen – hat er inzwischen aufgeholt.

Draxler verspricht Offensivspektakel

"Ich habe heute ein gutes Signal gesendet, dass ich wieder so weit bin, dass ich über einen längeren Zeitraum spielen kann", meint Draxler.

"Da werde ich in Paris anknüpfen. Wir werden ein großes Offensivspektakel abliefern."

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