vergrößernverkleinern
FBL-WC-2018-DEN-POL
Auch Bayern-Torjäger Robert Lewandowski (l.) konnte die Niederlage gegen Dänemark nicht verhindern © Getty Images

Polen muss einen kleinen Rückschlag auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2018 hinnehmen. England hält dagegen weiter Kurs Richtung Russland.

Die Nationalmannschaft Polens um Kapitän Robert Lewandowski hat in Dänemark die erste Niederlage der WM-Qualifikation kassiert und damit einen großen Schritt Richtung Endrunde 2018 in Russland verpasst.

Im Spitzenspiel der Gruppe E unterlag Polen in Dänemark am Freitag überraschend deutlich mit 0:4 (0:2) und hat damit vor den letzten drei Partien nur noch drei Punkte Vorsprung auf das zweitplatzierte Montengro (13). Die Dänen stehen nach dem vierten Sieg punktgleich mit Montenegro auf Rang drei.

Werder Bremens Thomas Delaney (16.) köpfte eine Ecke von Dänemarks Christian Eriksen zur Führung ins Tor. Stürmer Andreas Cornelius (42.) erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0 für die Gastgeber. Nicolai Jörgensen (59.) und der starke Eriksen (80.) setzten den Schlusspunkt.

Rumäniens Daum unter Druck

Neben Lewandowski spielten bei den Polen auch die Bundesligaprofis Lukasz Piszczek von Borussia Dortmund und Jakub Blaszczykowski vom VfL Wolfsburg im Telia Parken in Kopenhagen von Beginn an.

Sollte sich die Mannschaft von Trainer Adam Nawalka für die Endrunde qualifizieren, wäre es die erste WM-Teilnahme seit 2006 in Deutschland, als Polen in der Gruppenphase scheiterte.

Rumänien siegte mit Trainer Christoph Daum gegen Armenien in letzter Minute durch ein Tor des Mainzers Alexandru Maxim in der 91. Minute mit 1:0 (0:0). Dabei spielten die Gäste nach einer Gelb-Roten Karte für Taron Voskanyan (54.) mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl. Rumänien (9) steht damit als Vierter nun drei Punkte vor den Armeniern auf Rang fünf.

Am frühen Abend hatte Polens ärgster Verfolger Montenegro souverän mit 3:0 (1:0) in Kasachstan gewonnen und damit weiter Druck auf Tabellenführer Polen gemacht.

Nächster DFB-Gegner gewinnt

Nordirland bleibt erster Verfolger der deutschen Auswahl. Der britische EM-Teilnehmer setzte sich am Freitagabend in San Marino mit 3:0 (0:0) durch und liegt in der Gruppe C mit nun 16 Punkten weiter relativ sicher auf Rang zwei hinter Weltmeister Deutschland (21).

Nordirland, Nummer 23 der FIFA-Weltrangliste, war gegen die Nummer 204 drückend überlegen, verwertete aber lange Zeit seine zahlreichen Chancen nicht. Josh Magennis (70./75.) und Steven Davis (78., Handelfmeter) brachen innerhalb weniger Minuten den Bann.

Norwegen liegt trotz eines 2:0 (1:0)-Erfolges gegen Aserbaidschan aussichtslos zurück. Joshua King (32./Foulelfmeter) und Raschad Sadigow (59.) mit einem Eigentor sorgten für den Erfolg. Norwegen ist mit sieben Punkten Vierter hinter Deutschland (21), Nordirland (16) und Tschechien (9).

England dreht spät auf

Tabellenführer England hat mit einem glanzlosen Pflichtsieg Kurs auf die WM 2018 in Russland gehalten. Das Team von Trainer Gareth Southgate setzte sich auf Malta mit 4:0 (0:0) durch und führt die Qualifikations-Gruppe F mit nun 17 Punkten weiterhin an.

Erst in der zweiten Hälfte brachte Stürmer Harry Kane (53.) die überlegenen Three Lions in Führung, in der Schlussphase sorgten dann Ryan Bertrand (86.), Daniel Welbeck (90.+1) und erneut Kane (90.+2) noch für den standesgemäß deutlichen Sieg.

Einziger ernsthafter Verfolger Englands ist nun die Slowakei, die sich gegen Slowenien mit 1:0 (0:0) durchsetzte. Adam Nemec (80.) traf spät und sorgte dafür, dass die Slowaken mit 15 Punkten relativ sicher den zweiten Platz belegen.

Schottland und Slowenien folgen mit jeweils elf Punkten. Die Schotten brachten sich mit einem 3:0 (2:0) in Litauen noch einmal in Stellung. Stuart Armstrong (25.), Andrew Robertson (30.) und James McArthur (72.) schossen den ungefährdeten Sieg heraus.

Die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde 2018, die acht besten Tabellenzweiten spielen in den Play-offs vier weitere WM-Teilnehmer aus.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel