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Kevin Kuranyi freut sich über die Qualifikation Panamas für die Weltmeisterschaft in Russland. Nächstes Jahr drückt er zwei Teams die Daumen.

Der frühere Fußball-Nationalspieler Kevin Kuranyi "muss" bei der WM-Endrunde im kommenden Jahr in Russland zwei Mannschaften die Daumen drücken. Neben Deutschland wird der 35-Jährige auch Panama zujubeln.

Schließlich ist die Mutter des in Brasilien geborenen Kuranyi eine Panamaerin. Das mittelamerikanische Land hat sich zum ersten Mal für eine Endrunde qualifiziert - sehr zur Freude Kuranyis.

"Ich habe die gesamte Qualifikation mitgefiebert. Ich freue mich riesig, dass es die Jungs geschafft haben. Das ist sensationell", sagte Kuranyi dem SID: "Ich habe noch Verwandte in Panama und bin dort auch regelmäßig zu Besuch. Deshalb weiß ich, was die Qualifikation für die Menschen dort bedeutet."

Juan Carlos Varela unterzeichnete noch in der Nacht das Dekret zum nationalen Feiertag - dabei trug der Staatspräsident Panamas den Trainingsanzug der Fußball-Nationalmannschaft. "Zelebriert diesen historischen Tag! Das ist Euer Tag! Es lebe die Mannschaft! Es lebe Panama!", twitterte Varela an seine vier Millionen Landsleute, die zu diesem Zeitpunkt schon längst die erste WM-Teilnahme kollektiv feierten.

Varela im Twitter-Wahn

Varela ließ keinen Zweifel daran, dass das 2:1 (0:1) im letzten Qualifikationsspiel gegen Costa Rica eines der größten Ereignisse in der Historie des mittelamerikanischen Landes ist.

"Danke an die Mannschaft. Sie hat Geschichte geschrieben und den Traum von mehr als vier Millionen Panamaern wahr werden lassen", schrieb der Regierungschef, der insgesamt neun Tweets absetzte: "Die Stimme des Volkes wurde gehört - auf nach Russland."

Die Reise zur Endrunde könnte auch den Rest der Menschheit begeistern, denn das Motto des Landes lautet "Für das Wohl der Welt". Und mit dem Wohl kennen sich die Panamaer aus. Dank der Einnahmen durch den Panamakanal gehört das Land, das 1903 vom Nachbarn Kolumbien unabhängig wurde, zu den reichsten in Lateinamerika.

Auch deshalb zählen die Einwohner der Republik Panama, die sich Diktator Manuel Noriega 1989 mit Hilfe der USA vom Hals schafften, zu den glücklichsten Menschen weltweit.

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