vergrößernverkleinern
Island qualifizierte sich erstmals für eine WM-Endrunde
Island qualifizierte sich erstmals für eine WM-Endrunde © Getty Images

Mit Siegen am letzten Qualifikations-Spieltag buchen Serbien und Island das Ticket zur WM 2018. Kroatien und Irland dürfen noch hoffen - Wales ist raus.

Island hat weiter an seinem Fußballmärchen geschrieben und die erste WM-Teilnahme seiner Geschichte perfekt gemacht. Mit einem 2:0 (1:0) gegen Schlusslicht Kosovo qualifizierte sich das Überraschungsteam der EM 2016 als Erster der Gruppe I für die Endrunde im kommenden Jahr in Russland. 

Der ehemalige Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson (40.) sorgte mit seinem Führungstreffer für die ersten Jubelstürme in Reykjavik, Johann Gudmundsson (67.) erzielte den Endstand. Ebenso große Freude herrschte in Serbien, das durch ein 1:0 (0:0) gegen Georgien in der Gruppe D ebenfalls das WM-Ticket löste.

Im vergangenen Jahr hatte Island sein Debüt bei einem großen Turnier gefeiert und war erst im EM-Viertelfinale mit 2:5 am Gastgeber Frankreich gescheitert. Das Team aus dem 330.000-Einwohner-Land prägte dabei mit seiner kämpferischen Spielweise, den enthusiastischen Fans und dem mittlerweile in ganz Europa bekannten "Huh"-Schlachtruf das Turnier.

Nach einer ungeschlagenen Vorrunde war Island als Gruppenzweiter ins Achtelfinale eingezogen und besiegte dort sensationell England mit 2:1. Von einem ähnlichen Coup dürfen die Fans nun auch im kommenden Jahr träumen.

Kramaric schießt Kroatien in die Playoffs

In der Gruppe I ließ Island überraschend Kroatien hinter sich, das letztendlich nur Platz zwei belegte. Am vergangenen Freitag war den Isländern ein vorentscheidender 3:0-Sieg in der Türkei gelungen, der alle WM-Hoffnungen der Türken beendete. 

Im entscheidenden Duell um den zweiten Platz setzten sich die Kroaten in der Ukraine 2:0 (0:0) durch. Hoffenheims Andrej Kramaric (62./70.) sorgte mit einem Doppelpack für den Sieg. Die Kroaten hatten sich erst zwei Tage vor der Partie von Nationaltrainer Ante Cacic getrennt und Zlatko Dalic als Nachfolger verpflichtet.

Die Ukrainer, bei denen die Bundesliga-Stars Andrey Yarmolenko (Dortmund) und Yevhen Konoplyanka (Schalke) in der Startelf standen, landeten auf dem undankbaren dritten Platz.

Wales scheitert ohne Bale

Die Serben quälten sich nach einem lange zähen Auftritt gegen Georgien als Gruppenerster zur WM. Aleksandar Prijovic erlöste das Team in der 74. Minute.

Irland sicherte sich durch ein 1:0 (0:0) in Wales im direkten Duell den Playoff-Platz zwei. James McClean (57.) traf für die Gäste zum Sieg und beendete alle WM-Hoffnungen von Wales, das ohne seinen verletzten Superstar Gareth Bale antreten musste.

Spanien und Italien siegen mühsam

In der Gruppe G stand Spanien bereits vor dem abschließenden 1:0 (0:0) in Israel als Gruppensieger und WM-Teilnehmer fest. Italien spielte in Albanien 1:0 (0:0) und muss als Zweiter in die Playoffs. Dort ermitteln die acht besten Gruppenzweiten am 9. und 14. November vier weitere europäische WM-Starter.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel