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Wie es nach dem WM-Aus mit dem italienischen Nationaltrainer Gian Piero Ventura weitergeht, entscheidet Italiens Fußballveband am Mittwoch.

Der italienische Fußballverband FIGC entscheidet nach der verpassten WM-Qualifikation am Mittwoch über die Zukunft des Nationaltrainers Gian Piero Ventura. Dabei gehen die Medien davon aus, dass der erfolglose Coach entlassen wird.

"Dieser sportliche Misserfolg erfordert Lösungen, die wir zusammen ergreifen müssen. Daher habe ich für Mittwoch ein Treffen aller Verbandsmitglieder einberufen. Wir werden die Lage analysieren und die Beschlüsse für die Zukunft fassen", sagte Verbandschef Carlo Tavecchio.

 Der 74 Jahre alte FIGC-Präsident steht nach dem Aus in den Play-offs gegen Schweden selbst in der Kritik. "Weg mit den Mumien, die den italienischen Fußball leiten, und mehr Raum für junge Leute auch außerhalb des Spielfelds", forderte Ex-Nationalspieler Paolo Cannavaro.

Rücktrittsforderungen auch aus der Politik

Rücktrittsforderungen gab es auch aus der Politik. "Ich hatte mit dem WM-Aus Italiens nicht gerechnet. Es ist ein sehr trauriger Tag für den italienischen Fußball, der komplett neugegründet werden muss", sagte Sportminister Luca Lotti: "Man muss jetzt Beschlüsse ergreifen, für die man in den vergangenen Jahren nicht den Mut hatte."

Giovanni Malago, Chef des Olympischen Komitees Italiens (CONI), ging Tavecchio explizit an. Angesichts der enttäuschenden Leistungen der Azzurri bleibe Tavecchio nichts anderes als der Rücktritt übrig, sagte Malago.

Ventura hatte nach dem Spiel erklärt: "Ich bin nicht zurückgetreten. Ich habe noch nicht mit dem Präsidenten gesprochen." Er habe sich jedoch in der Kabine von jedem einzelnen Spieler verabschiedet", erklärte der 69-Jährige.

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