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Dublin - Nach dem Kantersieg der Dänen in Irland gibt es kein Halten mehr. Yussuf Poulsen und Co. lassen es in der Kabine richtig krachen.

Riesige Bierflaschen, dröhnende Beats und wilde Tanzeinlagen: Nach der Gala von Dublin ließ es "Danish Dynamite" bei einer spontanen Kabinenparty so richtig krachen.

Das Team um die Bundesliga-Profis Thomas Delaney, Yussuf Poulsen und Jannik Vestergaard feierte das Ticket für die WM 2018 in Russland - und huldigte dem neuen "König" Christian Eriksen.

Dass sich die dänischen Fußballer mit einem 5:1 beim Play-off-Duell in Irland als 14. und letzte europäische Mannschaft für das Turnier im kommenden Sommer (14. Juni bis 15. Juli) qualifizierten, hatten sie vor allem ihrem Starspieler zu verdanken. "Es ist ein unglaubliches Gefühl", sagte Eriksen mit dem Dannebrog, der dänischen Flagge, um seinen Hals: "Ich schieße nicht oft drei Tore in einem Spiel. Umso schöner, dass es mir in diesem Spiel gelungen ist und wir nun zur WM fahren."

Immer wieder fielen seine jubelnden Teamkameraden dem Profi des englischen Spitzenklubs Tottenham Hotspur in die Arme. Trainer Age Hareide adelte seine Nummer 10. "Er gehört zu den zehn Besten der Welt", sagte der Norweger: "Die WM verdient einen Christian Eriksen, er kann sich dort der ganzen Welt zeigen."Dänemark hat sich dank einer Gala des neuen Nationalhelden Christian Eriksen als 14. und letztes Team aus Europa für die WM-Endrunde 2018 in Russland qualifiziert. (Alle Infos zur Auslosung am 1. Dezember)

Bendtner setzt Schlusspunkt

Ein Eigentor von Cyrus Christie (29.), dreimal Tottenham-Star Eriksen (32., 63., 74.) sowie Nicklas Bendtner (90., Foulelfmeter) machten die fünfte WM-Teilnahme von Danish Dynamite perfekt, die 2014 in Brasilien beim deutschen Titelgewinn nur Zuschauer waren. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Shane Duffy (6.) hatte die Boys in Green früh von deren vierter Endrunde-Teilnahme träumen lassen. (Spielplan und Ergebnisse)

Der Abwehrspieler hatte den Gastgebern einen Traumstart beschert, als er nach einem Fehler von Nicolai Jörgensen zum 1:0 einköpfte und das mit 50.000 Zuschauern ausverkaufte Aviva Stadium zum Beben brachte.

Beflügelt von der frühen Führung setzte Irland die Gäste weiter unter Druck und hatte durch Daryl Murphy in der 22. Minute die Möglichkeit zum zweiten Treffer.

Eriksen-Gala begräbt irische Hoffnungen 

Sieben Minuten später hatten die Gastgeber dann Pech, als Christie den Ball bei einer Rettungsaktion über die eigene Linie drückte. Der ehemalige Gladbacher Andreas Christensen hatte zuvor das Spielgerät an den Pfosten des irischen Tores gestochert. 

Die Gäste hatten sich von diesem Schock noch nicht erholt, als Eriksen mit einem Sonntagsschuss aus der Distanz unter die Latte dem irischen Keeper Darren Randolph keine Chance ließ. Jörgensen hatte diesen Treffer eingeleit und damit seinen Lapsus vor dem 0:1 vergessen gemacht.

Nach dem Doppelschlag änderte der Europameister von 1992, bei dem der Bremer Thomas Delaney und Yussuf Poulsen von Vizemeister RB Leipzig in der Startformation standen, seine taktische Ausrichtung und spielte nicht mehr so riskant wie zuvor.

Nach dem Seitenwechsel setzte Irlands Teammanager Martin O'Neill alles auf eine Karte und ließ bedingungslos stürmen. Die Dänen standen aber wie schon im Hinspiel defensiv sehr sicher und ließen kaum Torchancen der Gastgeber zu.

Die Iren kämpften zwar wacker bis zum Schluss, der Traum von ihrer ersten WM-Teilnahme seit 2002 platzte aber spätestens mit dem zweiten Treffer von Matchwinner Eriksen. 

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