Video

Mit dem US Masters in Augusta steht für die Golfstars ab Donnerstag der erste Saisonhöhepunkt an. Vor dem Auftakt liefert SPORT1 die wichtigsten Infos zu dem Major-Turnier.

Obwohl Tiger Woods auf Grund seiner Formschwäche und Verletzungsproblemen wohl keine Chance hat, vorne mitzuspielen, dreht sich vor dem ersten Major-Turnier der Saison alles um den Superstar.

Nach einer längeren Pause feiert der US-Amerikaner beim am Donnerstag beginnenden Masters in Augusta sein Comeback auf der Tour. Neben Martin Kaymer, der derzeit ebenfalls nicht gut in Schuss ist, lässt sich auch ein deutscher Altmeister den ersten Saisonhöhepunkt nicht nehmen.

Wer zum Favoritenkreis gehört und was man sonst noch zum US Masters wissen muss, fasst SPORT1 zusammen.

US-Masters-Augusta-Platz
Auf der Anlage des Augusta National Golf Club steigt das erste Major-Turnier der Saison © Getty Images

Was steht an?

Das 79. US Masters im Augusta National Golf Club ist das erste von vier Major-Turnieren. Es wird seit 1934 ausgetragen, der erste Sieger war Horton Smith (USA).

Wie die US Open ist auch das Masters mit neun Millionen Dollar (8,1 Millionen Euro) dotiert, der Gewinner erhält 1,62 Millionen Dollar (1,47 Millionen Euro).

Titelverteidiger ist der Amerikaner Bubba Watson, die meisten Siege hat Jack Nicklaus (USA/6) gefeiert.

Was ist besonders?

Charakteristisch für den Platz an der legendären Magnolia Lane sind die meistens nach links verlaufenden Bahnen. Um diese gut zu meistern, müssen die Spieler den sogenannten "Draw"-Schlag beherrschen.

Zudem erhält der Sieger seit 1949 ein grünes Jackett, das er mit Hilfe seines Vorgängers anzieht. Als weitere Trophäen erhält der beste Spieler eine Goldmedaille und eine Replik des Clubhauses in Silber.

Sind Deutsche am Start?

Ja. Bernhard Langer, der das Turnier 1985 und 1993 gewonnen hat und daher ein lebenslanges Spielrecht genießt. Zudem der ehemalige Weltranglistenerste Martin Kaymer.

Bernhard Langer
Bernhard Langer (l.) bei seinem zweiten Titelgewinn beim US Masters 1993 © Getty

Wer ist Favorit?

Rory McIlroy. Der Weltranglistenerste aus Nordirland ist besser drauf als in den Jahren zuvor und könnte mit einem Sieg den "Karriere Grand Slam" perfekt machen, also alle vier Majors gewinnen.

Zudem ist mit Titelverteidiger Watson zu rechnen. Langer benötigt vier perfekte Runden, um vorne mitzumischen. Der formschwache Kaymer dürfte normalerweise keine Chance haben.

Was ist mit Tiger Woods?

Der ist dabei - aber ebenfalls ohne Siegchance. Der viermalige Masters-Sieger hat seit mehr als zwei Monaten kein Turnier bestritten, in diesem Jahr unter Wettkampfbedingungen nur 47 Löcher gespielt. Sollte Woods den Cut schaffen, wäre das schon ein Erfolg. (BERICHT: Nation leidet mit dem Tiger)

Was ist das Besondere am US Masters?

Der Veranstalter, der Augusta National Golf Club legt großen Wert auf Tradition und hält dabei konservative Werte hoch. Das führt allerdings zu teils recht kurios anmutenden Regeln.

Zum Beispiel ist es auf der Anlage untersagt, zu laufen. Zuschauer, die sich frühmorgens ihren Stammplatz sichern wollen, hasten deshalb im witzig aussehenden Entengang über den Rasen.

Werbetafeln sind während des Masters ebenfalls nicht zu sehen. Einfacher Grund: Der reiche Golfklub hat Werbung nicht nötig.

Auch TV-Reporter erhielten schon Platzverbot, weil sie nach Meinung des Veranstalters unpassende Formulierungen wählten. Ein Reporter hatte 1966 das Wort "Menschenauflauf" verwendet.

Welche weiteren Major-Turniere gibt es?

Nach dem Masters folgt die US Open (18. bis 21. Juni), bei der Kaymer Titelverteidiger ist. Zum ersten Mal 1895 ausgetragen, findet sie in jedem Jahr auf einem anderen Golfplatz statt.

Als drittes Turnier steht die British Open (16. bis 19. Juli), das älteste noch ausgespielte Golfturnier überhaupt, auf dem Programm. Es findet seit 1860 statt.

Den Abschluss bildet die US PGA Championship (13. bis 16. August). Als bislang einziger Deutscher gewann hier Kaymer (2010).

Video
teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel