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Martin Kaymer
Martin Kaymer landete bei den French Open auf Rang vier © Getty Images

Am Schlusstag in Paris reicht es für Martin Kaymer nicht ganz, dennoch zeigt er sich im Vergleich zu den letzten Wochen verbessert. Kieffer rutscht ab. Ein Österreicher siegt.

Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer hat seinen zweiten Sieg bei der French Open in Paris verpasst, nach einer monatelangen Krise aber wieder ein sportliches Lebenszeichen von sich gegeben.

Der 30-Jährige spielte am Schlusstag des mit 3,0 Millionen Euro dotierten Turniers auf dem Par-71-Platz im Le Golf National eine 70 und lag am Ende mit 277 Schlägen als Vierter sechs Schläge hinter Sieger Bernd Wiesberger. Der Österreicher feierte mit 271 Schlägen seinen dritten Triumph auf der Europa-Tour.

Wiesberger kassierte für seinen bislang größten Erfolg den bislang dicksten Karriere-Scheck über 500.000 Euro. Rang zwei ging an den Engländer James Morrison mit 274 Schlägen.

Kaymer "sehr zufrieden"

Kaymer bekam immerhin noch 150.000 Euro, damit erhöhte er seinen Verdienst in neun Jahren Europa-Tour auf knapp 18 Millionen Euro.

"Es war ein insgesamt gutes Turnier, mit dem ich sehr zufrieden bin", sagte Kaymer, der hervorhob: "Vier konstante Runden, die zwei Wochen vor der Open (British Open, d.Red.) genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen sind, und mir viel Hoffnung geben nach den letzten Wochen."

Sein Spiel sei wieder "da, wo es sein soll und ich werde jetzt bis zu der Open noch an den ein oder anderen Kleinigkeiten arbeiten." Die 144. British Open findet vom 16. bis 19. Juli im schottischen St. Andrews, der Wiege des Golfsports, statt.

Kieffer fällt zurück - Siem holt auf

Der als Zweiter auf die Schlussrunde gegangene Maximilian Kieffer konnte das hohe Niveau nicht halten. Der Düsseldorfer kam nach einer enttäuschenden Runde ohne ein einziges Birdie mit einer 76 ins Klubhaus und fiel mit 281 Schlägen auf den zehnten Platz zurück.

Deutlich verbessert zeigte sich am Schlusstag in Paris Marcel Siem. Der Ratinger machte mit einer 69 noch viele Plätze gut und sicherte sich als 24. immerhin noch rund 31.000 Euro. Moritz Lampert (St. Leon-Rot) und Florian Fritsch (Heidelberg) waren am Cut nach zwei Runden gescheitert.

Dasselbe Schicksal hatte in den vergangenen Monaten allzu oft auch Kaymer ereilt. Bei seinen letzten zehn Auftritten scheiterte er sechsmal am Cut, zuletzt auch als Titelverteidiger bei der US Open und beim Heimturnier in München.

Eichenried verließ er zuvor mit hängenden Schultern. "Vielleicht gelingt es mir, in Paris etwas Selbstvertrauen zu holen", hatte er gesagt. Dass am Ende gar der Sieg möglich war, hätte er sich angesichts seiner fehlenden Konstanz wohl kaum zugetraut: "Das braucht Zeit, um das zu verdauen. Das ist sehr, sehr frustrierend und schwer in Worte zu fassen."

Doch in Paris gelang es dem zweimaligen Major-Gewinner nach längerer Durststrecke wieder, vier Tage gutes Golf zu spielen, und belohnte sich mit seinem besten Resultat seit Rang drei bei der Abu Dhabi Championship Mitte Januar dieses Jahres. Zuletzt hatte Kaymer vor einem Jahr bei der US Open triumphiert.

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