vergrößernverkleinern
Dustin Johnson ist mit Paulina Gretzky, der Tochter der NHL-Legende, liiert © Getty Images

Dustin Johnson nutzt bei den US Open Shane Lowrys Einbruch und gewinnt seinen ersten Major-Titel. Er macht damit auch Negativschlagzeilen erst einmal vergessen.

Dustin Johnson hat die 116. US Open der Profigolfer gewonnen und den ersten Major-Titel in seiner Karriere gefeiert.

Der 31 Jahre alte US-Amerikaner setzte sich mit 276 Schlägen klar vor seinen Landsleuten Jim Furyk und Scott Piercy sowie Shane Lowry aus Irland (alle 279) durch. Lowry hatte vor der letzten Runde in Oakmont/Pennsylvania noch vier Schläge Vorsprung, verspielte seine Siegchance aber mit einer schwachen 76 auf dem Par-70-Kurs.

"Das fühlt sich gut an. Das fühlt sich richtig gut an. Ich hatte viele Möglichkeiten, habe es aber nie hinbekommen", sagte der Weltranglistensechste Johnson nach seinem ersten großen Triumph. (Die BMW International Open ab Donnerstag im Livestream und im TV auf SPORT1)

Trotz eines drohenden Strafschlages spulte er seine Schlussrunde nervenstark mit 69 Schlägen herunter, und profitierte von den Patzern der Konkurrenten.

Vor allem der "tapsige Bär" Shane Lowry war dem Verweifeln nahe. Der 29-Jährige mit dem imposanten Speckbauch hatte vor der Schlussrunde vier Schläge Vorsprung und wollte die US Open als erster Ire gewinnen, doch am Ende stand nach sieben Bogeys und nur einem Birdie eine 76.

So blieb Lowry gemeinsam mit dem US-Duo Jim Furyk und Scott Piery mit 279 Schlägen nur Rang zwei mit drei Schlägen Rückstand auf Triumphator Johnson.

Strafschlag ohne Auswirkung

Johnsom, der mit der Tochter von NHL-Legende Wayne Gretzky liiert ist, musste auf seiner Runde erneut bange Minuten überstehen.

Als er mit einem Schlag vor Lowry führte, wurde er darüber informiert, dass ihm möglicherweise ein Strafschlag drohe. An Loch fünf hatte sich sein Ball während des Ansprechens bewegt.

Johnson durfte zunächst ohne Strafschlag weiterspielen. Doch der US-Golfverband USGA prüfte den Fall und belegte Johnson am Ende tatsächlich mit einem Strafschlag. Zu diesem Zeitpunkt aber war Lowry durch Bogeys an der 14, 15 und 16 weit in Rückstand geraten, Johnsons Sieg somit nicht mehr in Gefahr.

Dramen in der Vergangenheit

Es wäre sonst Johnsons nächstes Drama gewesen. Bei Kaymers Erfolg 2010 bei der US PGA Championship hatte er vor dem letzten Loch mit einem Schlag geführt, verfehlte das Stechen aber mit einem Bogey und kassierte zudem zwei Strafschläge, weil er seinen Schläger im Bunker aufgesetzt hatte.

Auch im vergangenen Jahr hatte Johnson den US-Open-Sieg auf dem Schläger, doch mit drei Putts auf dem 18. Grün verpasste er das Stechen mit dem frischgekürten US-Masterssieger Jordan Spieth und schenkte diesem damit den zweiten Major-Sieg in Folge. 

Um so erleichterter war Johnson nun nach dem letzten Putt in Oakmont. "Das fühlt sich gut an. Das fühlt sich richtig gut an. Ich hatte viele Möglichkeiten, habe es aber nie hinbekommen", sagte der Mann aus South Carolina.

Martyn Kaymer, US-Open-Sieger von 2014, beendete das Turnier mit insgesamt 289 Schlägen (73+73+72+71) auf dem 37. Platz. Maximilian Kieffer (Düsseldorf) war am Cut gescheitert. Der zweite deutsche Teilnehmer verpasste die Qualifikation für die beiden Schlussrunden um acht Schläge.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel