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Martin Kaymer
Martin Kaymer fiel nach der Schlussrunde bei der British Open weiter zurück © Getty Images

Zum Abschluss der British Open rutscht Martin Kaymer im Klassement weiter ab und hadert anschließend mit seinem Spiel. Henrik Stenson triumphiert und schreibt Geschichte.

Deutschlands Topgolfer Martin Kaymer hat beim historischen British-Open-Sieg des Schweden Henrik Stenson eine mögliche Top-10-Platzierung verpasst.

Der 31-Jährige aus Mettmann war am Sonntag im schottischen Troon mit zwei Schlägen Rückstand auf Platz neun auf die Schlussrunde gegangen, fiel aber mit einer 74 und insgesamt 287 Schlägen auf Rang 36 zurück.

Kaymer: "Sehr frustrierendes Turnier"

"Es ist sehr frustrierend, weil ich die letzten Wochen ziemlich gut gespielt habe", sagte Kaymer nach seinem Turnierende, "gerade nach der ersten Runde dachte ich, mich gut für Sonntagnachmittag platzieren zu können. Deshalb war es dann doch ein sehr frustrierendes Turnier für mich - also im Verhältnis zu dem, wie ich zur Zeit Golf spiele."

Als Kaymer im Klubhaus war, ging das Turnier ohne ihn in seine entscheidende Phase. Und da erlebten die vielen Tausend Fans auf dem Küstenkurs eine Sternstunde. Mit Golf der Extraklasse lieferten sich Stenson und sein US-Rivale Phil Mickelson einen packenden Showdown.

Stenson schreibt Geschichte

Die Vorentscheidung fiel an Loch 15, als Stenson mit einem Birdie seinen Vorsprung auf zwei Schläge ausbaute. Nach einem weiteren Birdie an der 18 war der erste Major-Triumph eines Schweden besiegelt.

"Wow, ich bin noch ganz zittrig. Ich muss mich erstmal sortieren. Vor allem möchte ich Phil für diesen großartigen Kampf danken", sagte Stenson sichtlich ergriffen.

Die Siegerkanne Claret Jug und ein Scheck über rund 1,4 Millionen Euro waren der Lohn für den 40-Jährigen, der mit dem Rekordscore von 264 Schlägen vor Mickelson (267) triumphierte. Dem Rest des Feldes war das Duo schon lange enteilt, der drittplattzierte J.B. Holmes lag 14 Schläge (!) hinter Stenson.

Trotz seiner mäßigen Runde auf dem schwierig zu spielenden Par-71-Küstenkurs konnte Kaymer zumindest an den ersten drei Tagen mit seinem Spiel grundsätzlich zufrieden sein. Mit seiner 66 und Platz zwei am ersten Tag hatte der ehemalige Weltranglistenerste ein Achtungszeichen gesetzt. Jeweils ein Patzer am zweiten und dritten Tag warfen den einzigen deutschen Teilnehmer dann letztlich aus dem Rennen um den Sieg.

"Die letzten drei Runden habe ich die Bälle zu selten nah an die Fahne geschlagen und mir zu wenig Birdie-Chancen gegeben. Wenn ich dann mal ein Par retten musste, habe ich das halt nicht gemacht", analysierte Kaymer.

Ausrufezeichen am ersten Tag

Trotz seiner mäßigen Runde auf dem schwierig zu spielenden Par-71-Küstenkurs konnte Kaymer grundsätzlich mit seinem Spiel zufrieden sein. Mit seiner 66 und Platz zwei am ersten Tag hatte der ehemalige Weltranglistenerste ein Achtungszeichen gesetzt. Jeweils ein Patzer am zweiten und dritten Tag warfen den einzigen deutschen Teilnehmer dann letztlich aus dem Rennen um den mit rund 1,4 Millionen Euro dotierten Sieg.

Für den zweimaligen Major-Gewinner Kaymer stehen in den kommenden vier Wochen zwei wichtige Turniere auf dem Programm. Zunächst wird er vom 28. bis 31. Juli in Springfield/New Jersey bei der US PGA Championship abschlagen. Das vierte und damit letzte Major des Jahres hatte Kaymer 2010 gewonnen.

Nach einer einwöchigen Turnierpause steht dann Kaymers Olympia-Premiere an. In Rio nimmt der Rheinländer eine olympische Medaille ins Visier. "Das wäre ein Traum", sagte Kaymer.

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