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Martin Kaymer spielte am zweiten Tag eine 73
Vor Reise nach Rio: Martin Kaymer macht sich Gedanken über seine Sicherheit © Getty Images

Vor seinem langersehnten Olympiastart in Rio wachsen bei Golfstar Martin Kaymer angesichts des verheerenden Attentats von Nizza und des Putschversuches in der Türkei die Sorgen.

"Am Anfang sagst du dir immer, es ist so weit weg, dass solche Anschläge passieren können. Aber die kommen immer näher und immer häufiger. Das ist einfach nur krank", sagte der 31-Jährige aus Mettman am Samstagabend nach seiner dritten Runde bei der British Open im schottischen Troon.

Die Ereignisse seien nur "sehr schwer zu begreifen, weil man vom Kopf her so weit gar nicht denken kann, dass so Sachen passieren können", führte Kaymer aus. Vor den Olympischen Spielen in Rio denke er nun "schon öfter nach, nicht nur wegen Zika, sondern auch wegen der Anschläge. Das ist einfach nur traurig."

Der Traum von Edelmetall

Dabei hatte sich Kaymer im Gegensatz zu vielen anderen Golfstars, die Rio wegen der Zika-Gefahr meiden, riesig auf Rio gefreut. Golf feiert dort nach 112 Jahren seine Rückkehr auf die olympische Bühne.

Und dort will Kaymer unbedingt eine Medaille gewinnen. "Das wäre ein Traum", sagt der zweimalige Major-Gewinner.

Diese Vorfreude ist zumindest etwas getrübt, zumal das Thema Sicherheit wieder deutlicher in den Fokus rückt. Kaymer begrüßt die Ankündigung der Organisatoren, die Sicherheitsbemühungen noch zu intensivieren, fragt aber: "Wieviel Sicherheit kann man haben? Wie viele Leute muss man haben? Müssen wir noch welche aus Deutschland mitbringen? Muss jedes Land seine eigenen Polizisten mitbringen? Wie weit müssen wir gehen?"

Kaymer will Menschenmengen meiden

Er werde sich jedenfalls der Situation anpassen. "Ich werde versuchen, so wenig Zeit wie möglich mit vielen Menschen zu verbringen. Ich werde so viel im Dorf sein, wie es geht und mich aufs Golfspielen konzentrieren", sagte Kaymer.

Die Stadt erkunden wird er nicht. "Ich werde jetzt nicht abends nach Rio gehen oder mit dem Taxi dahin fahren. Man muss es auch nicht provozieren", so Kaymer.

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