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Martin Kaymer ist bei den Olympischen Spielen in Rio dabei
Martin Kaymer ist bei den Olympischen Spielen in Rio dabei © Getty Images

Etliche Stars der Golf-Szene meiden aus Angst vor dem Zika-Virus das Olympische Turnier in Rio. Martin Kaymer kann die Kollegen nicht verstehen.

Golf ist in Rio nach 112 Jahren wieder olympisch. Aber nicht alle Profis machen dort mit. Topstar Martin Kaymer kann dies nicht nachvollziehen. Die Absagen seien traurig für jene Leute, die so hart dafür gearbeitet haben, dass Golf wieder olympisch ist.

Für die ehemalige Nummer eins in der Welt war eine Absage kein Thema. Auch das derzeit grassierende Zika-Virus flößt Kaymer keine Angst ein. "Die Ärzte sagen, bei uns Männern wäre eine Ansteckung mit Zika nicht so schlimm. Ich habe nicht vor, in den nächsten sechs Monaten in die Familienplanung einzusteigen", erklärte der Profi bei dpa.

Viele Golfstars sagen ab

Für viele andere Stars der Golfszene stellt das Zika-Virus allerdings eine größere Gefahr da. So verteidigte  McIlroy seine Entscheidung, auf einen Start in Rio zu verzichten.

"Eigentlich halte ich Golf bei Olympia für ein gutes Instrument, um den Sport weltweit zu fördern. Doch dort, wo es in diesem Jahr stattfindet, sind viele einfach nicht bereit, dafür sich selbst und ihre Familien einem Risiko auszusetzen", sagte der viermalige Major-Sieger in Paris.

Auch der frühere US-Masterssieger Adam Scott, Marc Leishman (beide Australien) sowie Vijay Singh (Fidschi) und Branden Grace (Südafrika) meiden den Wettkampf in Brasilien und sorgen dafür, dass das Comeback der Sportart bei Olympia nach 112 Jahren zur Farce werden könnte. Im IOC kommt die Absagen-Welle nicht gut an und könnte dafür sorgen, dass die Sportart schnell wieder aus dem Olympia-Programm verschwindet.

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