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Martin Kaymer reagiert enttäuscht
Martin Kaymer verlor am Samstag an der Seite von Sergio Garcia © Getty Images

Beim Ryder Cup stehen die USA davor, Team Europa den Titel abzuknöpfen. Martin Kaymer & Co. verlieren an Boden und hoffen auf die Wiederholung eines Wunders.

Das Team Europa um den schwächelnden Martin Kaymer muss für die Titelverteidigung beim 41. Ryder Cup wohl auf ein erneutes Wunder hoffen. Europas Top-Golfer liegen beim prestigeträchtigen Kontinentalvergleich vor dem letzten Tag gegen die USA mit 6,5 zu 9,5 zurück.

Am Vormittag hatte Europa in Chaska/Minnesota noch Boden gut gemacht und den Rückstand auf 5,5:6,5 verkürzt. Der Titelverteidiger gewann zwei der vier Foursomes gegen die US-Paarungen, eines endete unentschieden.

Bei den Fourballs am Nachmittag setzte sich die USA aber wieder ab. Denn nur Rory McIllroy (Nordirland) und Thomas Pieters (Belgien), die bereits zuvor ihre drei Matches gewonnen hatten, holten für die Europäer einen Punkt.

Kaymer ohne Punkt

Martin Kaymer dagegen knüpfte an seine schwachen Leistungen vom Vortag an. Bei seinen ersten beiden Auftritten im Hazeltine National Golf Club am Freitag hatte der 31-Jährige zwei Niederlagen eingesteckt, gemeinsam mit Sergio Garcia aus Spanien unterlag der deutsche Top-Golfer am Samstag dann Phil Mickelson und Matt Kuchar (beide USA) mit 2 und 1. Für die Foursomes am Vormittag war Kaymer von Teamkapitän Darren Clarke nicht nominiert worden.

Die Engländer Danny Willett und Lee Westwood verspielten gegen J.B. Holmes und Ryan Moore eine Führung, auch Olympiasieger Justin Rose (England) und der Schwede Henrik Stenson unterlagen Patrick Reed und US-Superstar Jordan Spieth.

Wunder wie 2012?

Am Sonntag wird der wichtigste Team-Wettbewerb im Golf mit den zwölf Einzeln abgeschlossen. Kaymer tritt dann gegen Kuchar an. Die Europäer werden sich das "Wunder von Medinah" in Erinnerung rufen. 2012 hatten sie gegen den Kontrahenten einen 6:10-Rückstand aufgeholt. Kaymer verwandelte den entscheidenden Putt zum Ryder-Cup-Gewinn.

"Wir müssen richtig hart arbeiten", sagte Europas Teamkapitän Darren Clarke nach dem Rückschlag und gab sich kämpferisch: "Wir haben eine große Aufgabe vor uns. Aber diese Kerle sind in der Lage, das zu schaffen."

Europa genügen als Titelverteidiger 14 der insgesamt 28 zu vergebenen Punkte zum Sieg, die USA als Herausforderer benötigen mindestens 14,5 Zähler - folglich fünf Punkte aus den zwölf Spielen Mann gegen Mann.

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