vergrößernverkleinern
Anno 2014: Donald Trump und seine Tochter Ivanka bei der Eröffnung der Tiger Woods Villa in Florida
Anno 2014: Donald Trump und seine Tochter Ivanka bei der Eröffnung der Tiger-Woods-Villa in Florida © Imago

Der kommende US-Präsident ist von Tiger Woods' Comeback begeistert, auch die Konkurrenten sind happy. Doch die Nummer 898 begeht einige Fehler - und nennt einen Grund.

Auch der bald mächtigste Mann der Welt war begeistert. Nach dem Comeback von Golf-Superstar Tiger Woods twitterte der zum US-Präsidenten gewählte Donald Trump: "Gut, dich zurückzuhaben, Tiger - das ist speziell."

Trump hatte mit dieser Ansicht wohl ausnahmsweise einmal eine eindeutige Mehrheit hinter sich. Denn Woods durfte sich nach einer ereignisreichen Woche auf den Bahamas nicht nur über die aufmunternden Worte von Trump freuen, auch die Unterstützung aus Spielerkreisen war gewaltig.

"Das hat mich umgehauen", sagte Woods, der nach seiner Rückkehr nach 15 Monaten Pause und drei Rückenoperationen so glücklich wie lange nicht mehr war. "Ich habe es vermisst, ich liebe es", sagte der 40 Jahre alte Kalifornier trotz seiner wechselhaften Runden in Albany.

Woods mal hopp, mal top

Auf dem Platz war für den 14-maligen Major-Sieger längst noch nicht alles Gold, was glänzt. "Ich habe eine Menge Birdies gemacht, aber auch eine Menge Fehler. Da muss ich noch die Balance finden", sagte Woods selbstkritisch.

An den ersten drei Tagen startete Woods jeweils furios auf seine Runde, blieb im Turnier auf den ersten neun Löchern insgesamt zehn Schläge unter Par. Doch auf den back nine ging ihm meist die Puste aus.

Am Ende reichte es für ihn unter 18 Spielern nur zu Rang 15. "Konditionell bin ich noch nicht wieder ganz da, aber es kommt", sagte der langjährige Weltranglistenerste, der als Nummer 898 in die von ihm und seiner eigenen Stiftung organisierten Hero World Challenge gestartet war.

Wie Phoenix aus der Asche?

Hoffnung dürfte Woods besonders der zweite Tag gemacht haben. Nach sieben Birdies kam er mit einer 65 ins Klubhaus, das Spiel des Tigers hatte wieder den alten Biss: aggressiv, mit gutem Schwung und sicher bei den Putts. Dass es letztlich an Konstanz fehlte, verwundert angesichts der langen Pause nicht.

Nach der gelungenen Rückkehr lautet die spannende Frage: Was nun, Tiger? Klar ist derzeit nur, dass noch nichts klar ist. Im Raum steht seine Absichtserklärung, 2017 wieder eine komplette US-Tour-Saison zu spielen.

Doch die gedanklichen Schritte sollen wohl zunächst noch etwas kleiner bleiben. So ist sein erstes Ziel, im April beim US Masters in Topform zu sein. "Ich denke über vieles nach, ich werde mir da keinen Druck machen", erklärte Woods.

1996 war der Stern von Woods beim US Masters in Augusta aufgegangen, in vier Monaten könnte er dort wie Phoenix aus der Asche steigen. Und nicht nur Donald Trump wird das mit Interesse verfolgen.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel