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Susann Müller und das deutsche Team liegen zurück
Susann Müller, DHB-Team, Deutschland, EM © getty

Schock für die deutschen Handballerinnen: Torjägerin Susann Müller fällt für den Rest der Europameisterschaft in Kroatien und Ungarn aus.

Dies ergab eine Untersuchung ihres lädierten Ringfingers der linken Wurfhand. Die WM-Torschützenkönigin war erst am Mittwoch von Bundestrainer Heine Jensen nachnominiert worden und hatte das deutsche Team trotz Verletzung mit fünf Toren zum Sieg im Alles-Oder-Nichts-Spiel gegen Kroatien (26:24) und damit in die Hauptrunde geführt.

"Das ist vor allem für Susann sehr bitter, aber jetzt müssen wir noch enger zusammenrücken", sagte Bundestrainer Jensen, der sowohl im abschließenden Gruppenspiel gegen Schweden am Freitagabend (17.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) als auch in den drei folgenden Hauptrundenpartien auf Müller verzichten muss.

Für die 26 Jahre alte Rückraumspielerin rückt nun wieder Xenia Smits ins 16-köpfige Aufgebot der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB).

"Mir tut es wahnsinnig leid für die Mannschaft, dass ich in diesem Turnier nicht mehr helfen kann", sagte Müller.

Sie hatte nach einem Anfang November erlittenen Bruch des linken Ringfingers den EM-Auftakt gegen die Niederlande (26:29) verpasst und war erst am Dienstag im Quartier der deutschen Mannschaft in Sveti Martin eingetroffen.

Nach der Partie gegen Kroatien wieder aufgetretene Schmerzen veranlassten die medizinische Abteilung am Donnerstagabend zu einer weiteren radiologischen Kontrolluntersuchung.

"Das Ergebnis deutet auf eine Verschlechterung der Situation im Vergleich zu der vor dem Kroatien-Spiel hin. Wir können Susann leider nicht mehr spielen lassen, denn sonst gingen wir ein nicht kalkulierbares Risiko nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihren Verein ein", sagte DHB-Mannschaftsarzt Dr. Matthias Klepsch.

Die ebenfalls verletzte DHB-Kapitänin Isabell Klein (Mittelfußbruch) nahm ihr Team für den weiteren Turnierverlauf in die Pflicht. "Die Köpfe hängen zu lassen, hilft auch nicht weiter", schrieb Klein in ihrer SPORT1-Kolumne, bezeichnete den Ausfall Müllers aber auch als "großen Dämpfer": "Es wird spannend zu sehen sein, wie die Mannschaft den Ausfall kompensieren kann."

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